Premier league klopft schon wieder: burkardt vor sommer-exit?
Jonathan Burkardt hat gerade mal zwölf Liga-Spiele für Eintracht Frankfurt auf dem Buckel, da rückt schon die nächste Verhandlung ins Blickfeld. Drei englische Klubs – darunter ein Aufsteiger mit saftiger TV-Kohle – haben laut BILD-Informationen die Fühler nach dem 23-Jährigen ausgestreckt. Die Signale sind laut genug, um den Frankfurter Bossen schlaflose Nächte zu bescheren.
Warum die insel plötzlich heiß auf burkardt ist
Die Scout-Abteilungen von Fulham, Brentford und Aufsteiger Leicester City haben Burkardts Laufdaten aus der Analyse-Software gezogen und einen gemeinsamen Nenner entdeckt: seine Tiefe der letzten Passage. 38 Prozent seiner Sprints enden hinter der Abwehrkette – ein Wert, den selbst Ollie Watkins in der vergangenen Saison nur auf 34 Prozent brachte. Für Klubs, die gegen Tiefe laufen, ist das Gold wert.
Für Eintracht kommt die Anfrage zur Unzeit. Burkardts Vertrag läuft 2027, aber die Klausel, die ihn für 25 Millionen Euro im Sommer ziehen lässt, ist kein Geheimnis mehr. Die englischen Scouts haben sie unterstrichen, als sie im Februar in der Haupttribüne saßen – direkt neben Fredi Bobic, der für einen mittlerweile ungenannten Klub berät.

Die interne rechnung der hessen
Im Board-Zirkel haben sie schon durchgerechnet, was ein Ersatz kostet: 15 Millionen Ablöse für Adam Hložek, plus Gehalt, plus Prämien. Dazu kommt das Risiko, dass Burkardt in der Bundesliga weiter an Wert gewinnt – oder verletzt ausfällt. Die medizinische Abteilung hat zwei Knie-Scans vorgelegt, die „keine alarmierenden Entzündungen“ zeigen, aber auch keine Garantie für die nächsten 50 Spiele.
Trainer Dino Toppmöller schickt bislang Doppel-Botschaften. „Jonny ist ein Multiplikator“, sagt er nach dem 3:1 in Augsburg, doch intern wissen alle: Je länger die Premier-League-Klubs warten, desto größer wird die Ablöse – oder der Frust, wenn er bleibt und sich verletzt. Burkardt selbst schweigt, aber sein Berater Roger Wittmann ließ verlauten, „dass man Träume nicht aufschiebt“.

Countdown bis zum 1. juli
Die Deadline ist nicht offiziell, aber sie tickt. Wer Burkardt nach der EM verpflichtet, zahlt die Klausel plus EM-Bonus. Wer vorher zuschlägt, könnte Eintracht zu einem Schnäppchen verhelfen – und sich selbst zu einem Stürmer, der in der Bundesliga schon 0,41 Tore pro 90 Minuten schießt, ohne dass seine Mitspieler ihn mit Ballkontakten füttern müssen. Die Kasse in der Commerzbank-Arena könnte somit 40 Millionen Euro plus X bekommen, wenn sie richtig pokert. Oder sie riskiert, dass Burkardt 2025 ablösefrei abwandert und die Fans die nächste Leihgeburt verfluchen. Die Insel ruft – und Frankfurt muss sich beeilen, bevor der Sommer die Preise explodieren lässt.
