Porro: „klar sehe ich mich als stammspieler – das ist meine zeit!“,

Die Luft in Chattanooga knistert vor Spannung. Nur noch wenige Tage trennen die spanische Nationalmannschaft vom WM-Debüt, und die Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Nach dem heutigen Training stand Rechtsverteidiger Pedro Porro den Medien Rede und Antwort – und zeigte dabei eine beeindruckende Mischung aus Selbstbewusstsein und Demut.

Die emotionale bindung zur familie: mehr als nur fußball

Besonders berührte Porros Bericht über die Beziehung zu seiner Mutter, die er im Rahmen des ‚Forjados‘-Porträts von MARCA in den Mittelpunkt stellte. „Ich bin so glücklich, weil sie mir von klein auf Werte vermittelt haben und das alles verdient haben“, erklärte er sichtlich bewegt. Die Trennung in jungen Jahren sei schmerzhaft gewesen, und die Möglichkeit, nun im WM-Dress für sein Land zu spielen, sei eine „gewaltige“ Erfüllung.

Die Freude ist greifbar, doch Porro lässt sich nicht von der Euphorie blenden. „Wir arbeiten auf die WM hin – für unser Land“, betonte er. „Ich denke an meinen Großvater, an meine Kinder, an meine Frau. Wenn ich spielen sollte, denke ich an sie, denn sie waren bei mir, als ich nichts war.“

Druck und erwartungen: ein willkommenes zeichen

Druck und erwartungen: ein willkommenes zeichen

Die spanische Mannschaft wird als einer der Top-Favoriten gehandelt, doch Porro sieht darin keine Belastung, sondern eine Bestätigung. „Wenn man als Favorit gilt, bedeutet das, dass man die Dinge richtig macht“, so der Rechtsverteidiger. „Wir werden genauso arbeiten wie bisher.“ Die beeindruckende Serie von 30 ungeschlagenen Spielen unterstreicht die Stabilität und den Selbstvertrauen der Mannschaft.

Auch die Gerüchte über das Interesse des englischen Premier-League-Klubs Manchester City kommentierte Porro gelassen. „Das erledigen wir nach der WM. Jetzt will ich mich voll und ganz auf die Nationalmannschaft konzentrieren.“

Die konkurrenz im team: ein ansporn zur verbesserung

Die konkurrenz im team: ein ansporn zur verbesserung

Porro sieht in der starken Konkurrenz auf seiner Position – Cucu, Grimaldo und Marcos – keinen Konkurrenten, sondern einen Motor für sein eigenes Wachstum. „Es ist ein Privileg, die besten Spieler an seiner Seite zu haben. Das hat mir bei Tottenham mit Emerson auch schon geholfen, mich zu verbessern.“ Er lobte zudem die Leistungen von Lamine Yamal und Nico Williams, die sich „gut erholen“ und „glücklich“ sind. „Mit Lamine auf meiner Seite ist es ein Privileg für uns alle. Er ist der Wichtigste, würde ich sagen.“

Das erste WM-Erlebnis bleibt unvergessen: „Jeder erinnert sich an 2010. Ich war in meiner Heimatstadt auf dem Platz, habe mit meinen Freunden gebadet und mich über das Tor von Iniesta gefreut. Es wäre großartig, das wiederzuerleben.“

Doch bevor es soweit ist, gilt es, Anthony Gordon, den schnellen und torgefährlichen Angreifer, zu studieren. „Ich bin kein Analytiker“, schmunzelt Porro. „Aber er ist sehr schnell und vielseitig. Ein sehr konkurrenzfähiger Spieler. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Die Tage in Chattanooga verlaufen entspannt. „Es ist sehr lustig hier. Wir haben viele junge Spieler und eine tolle Stimmung.“ Porro riet den jungen Fans, „einfach zu studieren, sich voll auf die Werte zu konzentrieren und ihre Träume zu verfolgen. Ich habe von einem WM-Einsatz geträumt, und jetzt wird es wahr.“

Die Vorbereitung ist abgeschlossen, die Aufregung steigt. Mit einem klaren Ziel vor Augen und der Unterstützung seiner Familie im Rücken ist Pedro Porro bereit, Geschichte zu schreiben. Die Welt hält den Atem an – und die spanische Nationalmannschaft ist bereit, zu zeigen, was in ihr steckt.