Politano: der mailänder fluch des ssc neapel!
Ein Mann, eine Stadt, eine Rivalität, die in die Annalen des Fußballs eingehen wird: Matteo Politano. Der SSC Neapel besiegte gestern Abend den AC mailand im Maradona-Stadion und damit schien der Traum vom Scudetto für die Rossoneri geplatzt zu sein. Doch die eigentliche Geschichte liegt in der persönlichen Bilanz des Neapolitanischen Außenstürmers gegen mailand verborgen.

Ein duell, das seit über sieben jahren andauert
Politano scheint eine besondere Vorliebe dafür zu haben, die Mailänder zu ärgern. Seine Torjägerliste liest sich wie ein Déjà-vu für die Anhänger des AC mailand: seit 2016, als er noch im Trikot des Sassuolo spielte, traf er regelmäßig gegen die Rossoneri. Ein unglücklicher Patzer von De Sciglio im Jahr 2016 ließ ihn bereits ins Netz einschieben. Und das war erst der Anfang.
Antonio Conte hatte es bereits geahnt. „In der Abschlusseinheit habe ich ihm gesagt, dass er von der Bank kommen würde, um das Spiel zu entscheiden“, erklärte der Neapolitanische Coach nach dem Spiel. Und tatsächlich, Politano bewies einmal mehr, dass er in solchen Momenten aufblüht.
Die Bilanz ist beeindruckend: Sieben Treffer in insgesamt sieben Spielen gegen den AC mailand. Eine Zahl, die beweist, dass es sich hierbei nicht um Zufall handelt, sondern um eine regelrechte „Präferenzbeute“, wie es ein Freund von Politano gegenüber den Kameras formulierte.
Die Geschichte von Politano und dem AC mailand ist ein Wechselbad der Gefühle. Nach seinem Engagement beim Sassuolo folgte er 2017 dem Ruf der Nerazzurri, fand dort aber nicht sofort seinen Weg zum Torerfolg. Der Wechsel nach Neapel im Januar 2020 markierte den Beginn einer neuen Ära, in der seine Treffer gegen Mailand regelmäßig für Schlagzeilen sorgten.
Der entscheidende Treffer im März 2021 in einem pandemiebedingt leeren Meazza-Stadion kostete Pioli den Titelgewinn. Ein weiteres Tor per Elfmeter im folgenden Jahr ließ die Mailänder Fans toben und Politano reagierte mit einem demonstrativen Griff an die Ohren, als ob er die Buhrufe ignorieren würde. Die Ironie des Schicksals konnte man förmlich greifen.
Auch in den jüngsten Begegnungen ließ Politano nicht nach: ein Tor im Jahr 2023, ein weiterer im Jahr 2024 – stets im Maradona-Stadion. Gestern Abend war es wieder soweit: sein linker Schuss ließ Maignan keine Chance und katapultierte Neapel zurück ins Titelrennen, während die Scudetto-Hoffnungen des AC Mailand zerplatzten.
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: drei Tore in den letzten drei Jahren, immer gegen den AC Mailand, immer im Maradona-Stadion. Ein Muster, das sich hartnäckig hält und die Frage aufwirft: Was steckt hinter dieser außergewöhnlichen Torbilanz?
Die Antwort mag in der Leidenschaft für den SSC Neapel liegen, in der Rivalität zu Mailand oder einfach in der Fähigkeit, in entscheidenden Momenten die Nerven zu behalten. Fakt ist: Matteo Politano hat sich in die Geschichte des Mailänder Derbys eingeschrieben – als der Mann, der die Rossoneri immer wieder das Fürchten lehrt.
