Polen und serbien stolpern schon in wm-quali – em-flops jetzt am abgrund

Die Handball-Welt hält den Atem an. Zehn europäische Tickets für die WM 2027 in Deutschland vergeben, doch schon in der zweilfachen Quali-Runde droht der große Knall. Polen, Serbien, Montenegro – gestern noch EM-Teilnehmer, heute schon auf Tauchstation.

Simic und syprzak: stars als notanker

Montenegro bittet Nebojsa Simic zurück, den Katzer von Melsungen. Der Keeper hatte die EM verpaszt – nun soll er mit bloßen Händen die Nation retten. Polen setzt auf Kamil Syprzak, Paris-St.-Germain-Größe, Nationalmannschaft-Kreisläufer, Notnagel. Die Logik: Wer in München 2027 dabei sein will, muss zuerst in der Provinz überleben.

Die Auslosung lieferte brisante Duelle. Lettland, Kosovo, Türkei – drei Länder, die nie eine WM gesehen haben, warten auf den großen Sprung. Israel und Georgien auch. Doch vor ihnen stehen jene Teams, die in der EURO jüngst entzaubert wurden. Serbien etwa, das auf Dejan Milosavljev und Mijailo Marsenic von den Füchsen Berlin baut. Kein Luxuskader, nur eiserne Notwendigkeit.

Rückspiele werden zur schicksalswoche

Rückspiele werden zur schicksalswoche

Am Mittwoch beginnt der Feuerlauf, am Sonntag folgt das Urteil. Hin- und Rückspiel in fünf Tagen – das ist kein Handball mehr, das ist ein Sprint über Glas. Verliert Polen, fliegt der Verband aus dem Topf der gesetzten Teams. Dann droht im Januar 2027 eine deutsche Gruppenphase ohne Lewandowski der Kreise – ein PR-Desaster.

Die Zahle ist hart: Nur fünf der zwölf EM-Mittelmäßer dürfen weiterträumen. Die übrigen sieben verschwinden in der Bedeutungslosigkeit, ehe die WM-Tickets überhaupt gedruckt sind. Für Simic, Syprzak und Co. beginnt die Saison also nicht in der Champions League, sondern in einem leeren Hallenkomplex in Litauen oder Georgien. Kein Glamour, nur blankes Überleben.

Die WM 2027 soll Deutschlands Fest werden. Doch schon jetzt zeigt sich: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – und die zweite Qualirunde. Die großen Namen müssen kleine Hallen rocken, sonst stehen sie 2027 vor verschlossenen Toren. Das ist der Handball in Reinkultur: gnadenlos, unberechenbar, wunderbar.