Pokal-finale: kann der vfb die bayern-horrorbilanz brechen?
Berlin fiebert, und die Fußball-Deutschland hält den Atem an: Am Samstag trifft der VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale auf den Rekordmeister FC Bayern. Doch die Geschichte schreibt ein vernichtendes Kapitel für die Schwaben – ein Blick auf die bittere Bilanz und die Frage, ob sich das Blatt endlich wenden kann.
Ein historischer tag, der doppelt in die geschichte einging
Der 9. November 1989. Ein Datum, das für die friedliche Revolution und den Fall der Berliner Mauer steht. Doch für Fußballfans in Stuttgart hat dieser Tag eine weitere, fast vergessene Bedeutung: An jenem Abend schlug der VfB den FC Bayern im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 3:0. Ein Sieg, der in der Statistik als einziges Erfolgserlebnis in zehn Duellen im DFB-Pokal glänzt – eine erschreckende Dominanz der Münchner.
Die Erinnerungen an vergangene Pokalspiele sind für den VfB wenig erfreulich. 1986 verlor Stuttgart das Finale im Berliner Olympiastadion mit 5:2 gegen Bayern, ein Spiel, das im Schatten der Tschernobyl-Katastrophe stattfand. Auch in den folgenden Jahren blieb Bayern stets die Nummer eins. Von 1998 bis 2013 kassierte der VfB sechs weitere Niederlagen, oft in der Art einer Demütigung. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: 3:0, 3:0, 3:0, 5:1, 6:3 und 2:0. Ein Muster, das sich hartnäckig hält.
Die Fakten sind unerbittlich: In zehn DFB-Pokalbegegnungen gegen den FC Bayern konnte der VfB lediglich einen Sieg feiern. Die Bilanz ist ein Spiegelbild der Kräfteverhältnisse und eine Bürde, die die Stuttgarter mit sich herumtragen.

Die chance zur revanche: kann das momentum genutzt werden?
Doch die Zeiten ändern sich. Der VfB Stuttgart hat sich unter Bruno Labbadia neu gefunden und gezeigt, dass er zu mehr als nur dem Abstiegskampf fähig ist. Die jüngsten Erfolge und die beeindruckende Leistung in der Bundesliga lassen hoffen. Kann das Momentum genutzt werden, um die Bayern-Horrorbilanz endlich zu brechen?
Die Ausgangslage ist klar: Der FC Bayern gilt als haushoher Favorit. Doch im Pokal ist alles möglich. Ein einziger Moment der Unachtsamkeit, ein glücklicher Treffer – und die Geschichte könnte umschrieben werden. Der VfB muss seine Chancen nutzen, kämpfen wie niemals zuvor und an die eigene Stärke glauben. Denn eines ist sicher: Die Fans in Stuttgart träumen von einem historischen Sieg und dem Ende einer fast schon legendären Demütigung.
Die Uhr tickt. Am Samstag wird sich zeigen, ob der VfB Stuttgart in der Lage ist, die Vergangenheit zu überwinden und eine neue Ära einzuläuten. Eine Ära, in der die Bilanz gegen den FC Bayern nicht mehr von einer einzigen, fast vergessenen Ausnahme geprägt ist, sondern von Stolz und Erfolg.
