Pogacar schreibt geschichte: kann er wirklich alle fünf monumente gewinnen?

Tadej Pogacar hat mit seinem Triumph bei Mailand-Sanremo nicht nur eine lange Wartezeit beendet, sondern auch eine Frage aufgeworfen, die den Radsport in Atem hält: Ist der junge Slowene auf dem Weg, das Unmögliche zu schaffen und alle fünf Klassiker zu gewinnen? Niemand hat dies je vollbracht – selbst Eddy Merckx, der unangefochtene König des Radsports, scheiterte daran.

Die neue dimension des erfolgs

Der Sieg in Sanremo war mehr als nur ein weiterer Erfolg für Pogacar. Er war der Schlüssel, der eine Tür zu einer bisher unerreichbaren Vision öffnete. Nach fünf Siegen in Folge bei Il Lombardia, drei bei der Liege-Bastogne-Liege und zwei bei Flandern, dominiert Pogacar nun auch die Klassiker der Frühjahrskampagne. Nur Paris-Roubaix fehlte bisher in seinem beeindruckenden Palmarès – bis jetzt.

Matxin, einer der erfahrensten Beobachter des Radsports, hatte bereits vor dem Rennen gewarnt: „Sanremo ist wie ein Dominostein – es braucht mehr als nur Kraft, alles muss perfekt laufen.“ Pogacar bewies, dass er nicht nur über die nötige Power verfügt, sondern auch über die taktische Finesse, um in den entscheidenden Momenten zuzuschlagen. George Bennett beschrieb es treffend: „Der Col du Granon hat die Bestie in Pogacar geweckt.“

Der nächste test: flandern und roubaix

Der nächste test: flandern und roubaix

Die nächste große Herausforderung für Pogacar ist die Flandernrundfahrt, eine Rennstrecke, die zu seinen Stärken gehört. Er hat bereits 2023 und 2025 dort triumphiert, und seine Fähigkeit, die Rennen auf den Kopfsteinpflasterabschnitten zu kontrollieren, macht ihn erneut zum Top-Favoriten. Contador äußerte sich überzeugt: „Pogacar wird gewinnen, wenn er einen einigermaßen normalen Tag hat.“

Danach folgt am 12. April Paris-Roubaix, die bisher größte Hürde für Pogacar. Sein Debüt in 2025 endete zwar mit einem zweiten Platz, doch der „Inferno des Nordens“ ist eine ganz eigene Prüfung. Seine bisherige Erfolgsbilanz als Kletterer ließ Zweifel aufkommen, aber Pogacar hat bereits bewiesen, dass er auch auf unebenem Untergrund zu den Besten gehört.

Ein rennen gegen die geschichte

Ein rennen gegen die geschichte

Carlos Verona brachte es auf den Punkt: „Für mich ist er der beste Fahrer aller Zeiten.“ Selbst ein erfahrener Mann wie Purito glaubt, dass Pogacar das Kunststück vollbringen kann, alle fünf Monumente zu gewinnen. Die Frage ist nicht mehr, ob er es schaffen kann, sondern wann.

Mikel Landa fasste es prägnant zusammen: „Pogacar ist in einer anderen Liga – ein Schritt höher, dann noch ein interner, und der Rest von uns kämpft woanders.“ Natürlich gibt es immer Variablen, unvorhergesehene Stürze und technische Defekte. Aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Pogacar hat bereits elf Monumente gewonnen, und Sanremo war nur der nächste Baustein auf seinem Weg zur Radsportgeschichte. <Die Geschichte schreibt sich gerade neu.