Pogacar: mehr muskeln, weniger kontrolle – tour de romandie im griff!

Tadej Pogacar demonstrierte einmal mehr seine Dominanz bei der Tour de Romandie, doch hinter dem souveränen Sieg in der Königsetappe verbirgt sich eine unerwartete Entwicklung: Der Slowene gestand, etwas zu viel Zeit im Fitnessstudio verbracht zu haben, was sich auf sein Fahrgefühl auswirkte.

Die folgen des krafttrainings: ein ungewohntes gefühl

Die folgen des krafttrainings: ein ungewohntes gefühl

Während Pogacar die entscheidende Etappe mit Bravour meisterte und seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbaute, offenbarte er im Anschluss ein Detail, das die Fans überraschte. „Ich bin ehrlich, ich habe mich im Kraftraum etwas gehen lassen“, gab er zu. „Ich habe es sehr genossen und mich voll reingehängt. Vielleicht muss ich jetzt etwas reduzieren.“

Die zusätzliche Muskelmasse schien sich in einem leicht veränderten Fahrgefühl niederzuschlagen. Pogacar selbst beschrieb, dass er im Abstieg am Ende des Tages größere Schwierigkeiten hatte als im Anstieg. „Es war gut, dass ich gewonnen habe, aber es wäre vielleicht einfacher gewesen, mit Lipowitz bis zum Ziel zu fahren“, so der Tour-de-France-Sieger. „Der Abstieg hat mich wirklich etwas mehr gefordert als der Aufstieg.“

Ein taktischer Schachzug? Pogacar scheint die vergrößerte Lücke in der Gesamtwertung bewusst als Vorteil für die kommenden Etappen zu werten. „Wenn wir gemeinsam ins Finale kommen würden, wäre der Unterschied geringer, und es gäbe morgen mehr Nervosität. Jetzt ist der Abstand etwas größer, und ich bin entspannter für morgen.“

Die Etappe selbst war von einem taktischen Spiel geprägt, in dem Pogacar die Angriffe seiner Rivalen kontrollierte, ohne jedoch eine konstante Dominanz zu zeigen. Florian Lipowitz, der deutsche Fahrer, zwang den Slowenen zu mehrheitlicher Antwort, was Pogacars Aussagen über die ungewohnte Belastung weiter untermauert.

Die Romandie dient Pogacar als wichtiger Testlauf vor der Tour de France 2026, und die Erkenntnisse aus dieser Woche werden zweifellos in sein Training einfließen. Die Balance zwischen Kraft und Ausdauer zu finden, wird dabei entscheidend sein. Er demonstrierte eindrucksvoll, dass er auch in einer nicht optimalen Verfassung zu gewinnen in der Lage ist, doch die kommenden Rennen werden zeigen, ob er seine Form perfektionieren kann, um seine Ambitionen in Frankreich zu verwirklichen.