Pogačar kassiert millionen nur beim tour-sieg – strade bianche zahlt sich nicht aus

Tadej Pogačar schlug beim Saisonauftakt zu, gewann die Strade Bianche – und kassierte dafür keinen Cent Bonus. Der Slowene, der laut Insidern mit Abstand der bestbezahlte Radprofi der Welt ist, bekommt seine Acht-Millionen-Schecke nur, wenn er die ganz großen Rennen dominiert: Tour, Giro, Vuelta oder die WM.

So funktioniert das gehalt des superstars

Team UAE Emirates XRG zahlt Pogačar ein fixes Salär von geschätzten sechs Millionen Euro jährlich. Hinzu kommen Partnerdeals mit Campagnolo, Enervit und seinem slowenischen Finanzdienstleister, die laut Branchenkennern weitere vier Millionen einbringen. Doch die Prämien für Einzelsiege hat sich der 25-Jährige selbst verbieten lassen. „Die großen Ziele reichen“, sagte er im Februar beim Trainingslager in Calpe. „Alles andere ist Show.“

Die Show in den toskanischen Weißen Straßen ließ er trotzdem nicht aus. 5:26 Stunden attackierte er auf Schotter, pulverisierte die Konkurrenz – und nahm nur die Siegprämie der Rennorganisation mit: 16.000 Euro. Ein Taschengeld für einen Mann, dessen Marktwert laut Radsport-Ökonom Dr. Daam van Reeth bei über 100 Millionen Euro liegt. „Pogačar ist ein globales Ein-Mann-Unternehmen“, sagt van Reeth. „Die Strade Bianche ist für ihn Imagepflege, nicht Cashflow.“

Warum die tour de france sein einziger echter lohn ist

Warum die tour de france sein einziger echter lohn ist

Das System ist rigide: UAE zahlt Extraprämien nur für Grand-Tour-Gesamtsiege. Gewinnt Pogačar die Tour de France Juli, fließen zusätzliche zwei Millionen. Platz zwei bringt nichts. „Er hat sich selbst diese Hürde gesetzt“, sagt Teamchef Mauro Gianetti. „Tadej will mit Messern, nicht mit Löffeln kämpfen.“

Dafür hat der slowenische Champion auch das Merchandising revolutioniert. Seine limitierten UAE-Kapuzenjacken waren binnen 48 Stunden ausverkauft, der Online-Shop verzeichnete 3,2 Millionen Euro Umsatz – an einem einzigen Wochenende. „Die Fans kaufen nicht das Trikot, sie kaufen Pogačar“, sagt Handelsexpertin Lisa Köstner. „Er ist die Marke.“

Die nächste Gehaltsstufe ist bereits verhandelt. Für 2027 streitet Pogačar mit den Scheich-Firmen um ein Kontrakt-Paket von 15 Millionen Euro jährlich. Bedingung: Er muss alle drei Grand Tours gewinnen. Ein historisches Triple, das noch keiner geschafft hat. Die Cifra habla por sí sola: Wenn er liefert, wäre er nicht nur der beste Radfahrer, sondern auch der teuerste Einzelsportler Osteuropas. Und die Strade Bianche? Bleibt ein schönes Rennen – eben nur kein Geschäft.