Pogacar: geheime vuelta-vorbereitung aufgedeckt – königsetappe im visier?
Barcelona – Tadej Pogacar, der unangefochtene Star des Radsports, sorgt weiterhin für Aufsehen. Während der Slowene offiziell noch keine Teilnahme an der Vuelta a España angekündigt hat, deuten neue Erkenntnisse auf ein überraschendes Interesse hin. Pogacar, bekannt für seinen straffen Rennkalender, könnte in Spanien doch noch an den Start gehen – und das mit einem Ziel, das selbst seine Konkurrenten überraschen könnte.

Pogacars trainingslager: vuelta-anstiege im fokus
Die Spekulationen um Pogacars Pläne für die zweite Hälfte der Saison sind seit einiger Zeit präsent. Nach einer intensiven Tour de Suisse und der bevorstehenden Tour de France, die er voraussichtlich dominieren wird, hätte man eigentlich eine längere Pause erwartet. Doch „Wielerflits“ hat nun exklusive Aufnahmen aus Pogacars Höhentrainingslager veröffentlicht, die zeigen, dass der Weltmeister gezielt Abschnitte der Vuelta a España abgefahren ist. Insbesondere die Königsetappe mit dem El Purche und dem Collado Alguacil, die Pogacar bereits im Vorjahr in sein Trainingsprogramm integriert hatte, rücken nun wieder in den Fokus.
Das ist besonders brisant: Pogacar scheint seine Vorbereitung auf die Vuelta ernst zu nehmen, obwohl er offiziell noch keinen Start bei der Rundfahrt gemeldet hat. Diese Diskrepanz lässt vermuten, dass der Slowene seine Karten bewusst offen hält und seine Gegner in die Irre führen will. Ein solcher Schachzug ist typisch für Pogacar, der für seine taktische Raffinesse bekannt ist.
Die Vuelta a España beginnt am 22. August in Monaco, Pogacars Wahlheimat, und endet am 13. September. Nur zwei Wochen später steht in Montreal die Weltmeisterschaft an, wobei der GP du Montréal, der auf einem dem WM-Kurs ähnlichen Parcours ausgetragen wird, als Generalprobe dient. Die Nähe dieser Rennen könnte Pogacar zu einer Teilnahme an der Vuelta motivieren, um sich optimal auf die WM vorzubereiten.
Ob Pogacar tatsächlich in Spanien an den Start geht, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Slowene bereitet sich akribisch auf die zweite Saisonhälfte vor und scheint bereit zu sein, seine Konkurrenten auf mehreren Ebenen herauszufordern. Sein Trainingspensum ist weiterhin auf einem außergewöhnlichen Niveau – bedenkt man, dass er bereits 2019 als 20-jähriger Neoprofi 62 Renntage absolvierte. Die Zahlen lügen nicht: Pogacar trainiert hart und wird in Spanien, sollte er antreten, eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen.
