Pisa und cagliari liefern sich krimi um den klassenerhalt
Um 15 Uhr rollt der Ball in der Arena Garibaldi – und für Pisa wie Cagliari riecht es nach Feuertaufe. Die Toskaner kassierten zuletzt eine 0:4-Demontage durch Juventus, die Sarden patzten daheim gegen Aufsteiger Como. Beide Trainer vertrauen nun auf neue Nervenstärke statt Sommermärchen.

Hiljemark setzt auf durosinmi, pisacane warnt vor pisa-koller
Der Schwede Hiljemark stellt um auf 3-4-2-1. Nicolas hält die Null, dahinter die Dreierkette Calabresi, Caracciolo, Canestrelli. Im Zentrum laufen Aebischer und Marin zur Schlagzeit, vorne soll Durosinmi als einsame Spitze die Juve-Trauer wegkicken. „Wir brauchen kein taktisches Handtuch, sondern ein mentales“, sagte er nach dem Debakel in Turin.
Cagliari-Coach Pisacane antwortet mit 4-3-3 und einem Comeback: Mina, nach Muskelfaserrückkehr, soll die Abwehr stabilisieren. Caprile im Kasten, links außen Obert, der 19-jährige Kilicsoy rechts – ein Flügelsturm gegen die Angst. „Pisa ist verletzt, aber deswegen noch lange nicht zahm“, warnte er seine Youngster.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Pisa kassierte in den letzten drei Heimspielen sieben Gegentore, Cagliari holte auswärts nur einen Punkt aus den vergangenen fünf Partien. Wer heute verliert, rutscht auf Rang 16 oder tiefer – und das bei noch acht Spielen bis zur Winterpause.
Die Tribüne wird kochen. 8.500 Tickets weg, die Curva Nord hat schon vor dem Frühschichtende gebrüllt. Für die Ultras ist das keine 29. Spieltag, sondern ein Sechspunktematch im Kampf gegen die Serie-B-Gespenster.
Um 16:50 Uhr wissen wir, ob Hiljemarks Risiko belohnt oder Pisacanes Jugend zahltmächtig wird. Eines ist sicher: Der Abstiegskampf beginnt nicht in Mailand oder Rom, sondern an diesem grauen Samstag in der Arena Garibaldi – mit zwei Teams, die nicht mehr taumeln dürfen.
