Philipp raimunds gold-coup: horngachers krönender abschluss

Gold für raimund – ein triumph für horngacher

Dominik Hager, Sophie Affeldt, Holger Luhmann (10.02.2026) – Der Gold-Coup von Philipp Raimund ist für Stefan Horngacher der Höhepunkt seiner Zeit als deutscher Bundestrainer. Die Beziehung des Duos war nicht immer einfach, doch am Ende belohnte Raimund Horngachers Vertrauen mit einer unglaublichen Leistung.

Turbulente anfänge und der fehlende tourneesieg

Turbulente anfänge und der fehlende tourneesieg

Trotz der Erfolge in seiner Amtszeit, wie dem Weltmeistertitel von Karl Geiger und den Vizeweltmeistertiteln von Andreas Wellinger, blieb Stefan Horngacher ein Tourneesieg verwehrt. Auch bei der Skiflug-WM in Oberstdorf blieben die DSV-Adler ohne Medaille. Umso wertvoller ist das olympische Gold von Philipp Raimund, das Horngachers Ära mit einem Paukenschlag beendet.

Horngachers reaktion auf den triumph

„Es war ein Ziel, zumindest eine Medaille zu gewinnen, und wenn es dann Gold ist, ist es umso schöner“, verdeutlichte Horngacher gegenüber Sport1. „Für mich zum Abschluss als Bundestrainer ist es eines der schönsten Geschenke, das mir der Philipp gemacht hat.“ Er gestand, dass er im Moment des Goldtriumphs nicht genau wusste, was er dachte, aber er war sich sofort sicher, dass der Sprung reichen würde.

Die strategie: raimund unter kontrolle halten

Entscheidend für den Erfolg war, dass Raimund seine Emotionen im Griff hatte. Horngacher hatte mit ihm besprochen, sein überschwängliches Jubeln zu zügeln. „Er hat das wirklich super gemacht. Er hat sich super vorbereitet, ist extrem fokussiert geblieben und hat sich voll auf die Technik und das körperliche Training konzentriert“, erklärte der Bundestrainer das Erfolgsrezept.

Raimunds außergewöhnliche fähigkeiten

Horngacher lobte Raimunds außergewöhnliche Athletik und Technik. „Er ist athletisch extrem gut. Er hat eine wahnsinnige Technik, die nur ganz wenige so springen können“, so Horngacher. Vor den Olympischen Spielen galt Raimund bereits als Medaillenkandidat auf der Normalschanze.

Eine entwicklung mit höhen und tiefen

Die Zusammenarbeit zwischen Horngacher und Raimund war nicht immer harmonisch. „Ich habe lernen müssen, mit ihm umzugehen, aber ich kann jetzt richtig gut mit ihm“, gestand Horngacher. „Wir haben auch schon ein richtiges Streitgespräch gehabt, da hat es richtig gescheppert, aber das war auch gut.“

Ausblick auf weitere medaillen

Der erfolgshungrige Horngacher hofft auf weitere Medaillen. „Es sind jetzt noch drei Wettbewerbe, vielleicht kommt noch was dazu. Das Erste ist aber getan und das gibt Auftrieb für das ganze Skispringen in Deutschland.“ Das Mixed-Team tritt am Dienstag an, bestehend aus Felix Hoffmann, Agnes Reisch, Selina Freitag und Philipp Raimund.

Besondere regeln für den feierabend

Horngacher stellte klare Regeln für den Bierkonsum auf: „Für Trainer zwei, für Athleten eines“, schmunzelnd. Nach dem Mixed-Wettbewerb warten noch die Einzel- und Teamwettbewerbe auf der Großschanze.

Horngachers abschied mit einem paukenschlag

Horngacher wird sein Amt nach den Weltcup-Wettbewerben in Planica niederlegen. Der Goldcoup von Philipp Raimund ist der perfekte Abschluss seiner Amtszeit. Er wird in Erinnerung bleiben als Trainer, der das deutsche Skispringen wieder auf die Erfolgsspur gebracht hat.