Peterka und mammoth rutschen weiter ab – playoff-ticket plötzlich in gefahr
John-Jason Peterka sah aus wie ein Boxer, der nach der zwölften Runde noch auf die Uhr starrt: 60 Sekunden Euphoria, dann 59 Minuten Kater. Utah führte durch seinen Assist früh, verlor am Ende 1:4 gegen Anaheim – und die Western-Conference-Wildcard beginnt zu wackeln.
Die mammoth-serie mit dem beinahe-beben
Fünf Niederlagen in sieben Spielen – das klingt nach Mittelfeld, nicht nach Playoff-Sicherheit. Doch die Tabelle lügt nicht: Salt Lake City parkt immer noch auf dem ersten Wildcard-Rang, drei Zähler vor Seattle, dem ersten Verfolger. Der Haken: Die Kraken haben drei Partien in der Hinterhand. Rechne mit je zwei Punkten, und Utah steht plötzlich außerhalb der Top acht. Die Mathematik ist gnadenlos, die Stimmung in der Kabine trotzdem ruhig. „Wir kontrollieren unser Schicksal selbst“, sagte Peterka nach dem Spiel, „aber wir müssen endlich wieder 60 Miniten spielen, nicht nur zehn.“
Bei Colorado lacht man derweil über solche Sorgen. Die Avalanche fegten Chicago mit 4:1 beiseite und sind als erste Mannschaft der Saison bei 100 Punkten. Drei Pleiten vorher? Vergessen. Mikko Rantanen traf doppelt, Alexandar Georgiev hielt 29 Schüsse. Die Meisterrunde ist gebucht, jetzt geht’s ums Home-Ice im Westen.

Grubauer lauert, peterka muss liefern
Philipp Grubauer brennt darauf, seinen Nationalteam-Kollegen zu überholen. Seattle gewann vier der letzten fünf Spiele, der deutsche Torwart blieb dreimal ohne Gegentor. Die Kraken bestellen sich gerade einen Run – und haben am 2. April das direkte Duell in Utah auf dem Programm. Ein Sieg dort, und die Mammoth rutschen auf Platz neun. Die Regular Season endet am 17. April, danach ist Schluss mit Schönrechnen.
Für Peterka bleiben sieben Spiele, um den Befreiungsschlag zu landen. 19 Tore, 41 Assists – solide, aber nicht spektakulär. Er weiß: Jeder weitere Fehlstart kostet am Ende die Teilnahme an der Stanley-Cup-Jagd. Utahs Coach morgen früh Video schauen, die Sturmreihe um Peterka bekommt Extra-Schicht Eis. Die Playoffs starten im Mai, die Finalserie im Juni. Zeit wird knapp – und die Gegner warten schon.
