Pesic verabschiedet sich mit 69:95-klatsche in barcelona – und vermisst das letzte geschenk
Svetislav Pesic wollte sich mit einem Sieg verabschieden, stattdessen kassierte der 76-Jährige eine Abfuhr. Beim 69:95 in Barcelona endet seine EuroLeague-Karriere mit dem bittersten aller Geschmäcker – und ohne letztes Playoff-Ticket.

Der klingende scheck kommt nicht
Pesic stand 193 Mal an der Seitenlinie der Königsklasse, gewann 60 Prozent seiner Spiele, holte 2003 mit Barça den Titel – und sollte nun im Palau Blaugrana die Bühne verlassen, wo er einst jubelte. Doch seine Bayern lagen von Anfang an zurück, verpassten beim Abschluss der Hauptrunde ihren fünften Auswärtssieg nacheinander. Die 17 Punkte von Isiaha Mike reichten nicht einmal, die Schmach zu lindern.
Die Münchner beenden die Saison mit 17 Siegen aus 38 Partien, Platz zwölf – weit weg von den Top acht. Für Pesic war es die letzte EuroLeague-Nacht, doch er selbst sprach nach dem Schlusssirenengeheul kaum. Stattdessen schüttelte er nacheinander die Hände ehemaliger Schützlinge, verließ den Court mit hängenden Schultern. Ein Blumenstrauß? Fehlanzeige. „Er hat den Respekt aller, aber heute wurde nicht gefeiert, sondern gearbeitet“, sagte ein Barça-Manager trocken.
Der Serbe kündigte Ende März seinen Rückzug an, doch eine Trophäe bleibt möglich: In der BBL führt der Titelverteidiger weiterhin die Tabelle an. 2014 holte Pesic mit den Bayern bereits die deutsche Meisterschaft – ein zweiter würde die Saison retten. Die EuroLeague hingegen wird in seinen Akten als Projekt ohne Happy End landen.
Barcelona feierte unterdessen den sicheren fünften Platz, die Katalanen treffen in den Playoffs auf Olympiakos. Pesic? Er stapfte durch den混合区, vermied Kameras, stieg in den Bus. 26 Punkte Unterschied – das ist die höchste Niederlage seiner EuroLeague-Laufbahn. Manchmal reicht selbst eine Legende nicht, um dem eigenen Abschied noch einen goldenen Rahmen zu geben.
