Perales: weltrekord mit 50 jahren! eine legende schwimmt weiter.

Teresa Perales, eine wahre Ikone des paralympischen Schwimmens, hat in Fuji-Shizuoka (Japan) einmal mehr bewiesen, dass das Alter nur eine Zahl ist. Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille hat die 50-jährige Spanierin die Welt im Sturm erobert und dabei einen neuen Weltrekord aufgestellt – ein Beweis für ihre unbändige Leidenschaft und ihren unermüdlichen Ehrgeiz.

Ein triumph in fuji-shizuoka

Die “Marquesa von Perales”, wie sie liebevoll genannt wird, dominierte gestern die 1500m Lagen und stellte mit einer beeindruckenden Zeit von 4:17.71 einen neuen Weltrekord auf. Doch damit nicht genug: Auch über die 50m Brust (Klasse S2) sicherte sie sich den Sieg. Nur knapp verpasste sie über die 50m Rücken den Sieg, belegte aber auch hier einen respektablen zweiten Platz.

Die Zahl von 28 Paralympischen Medaillen in ihrer Karriere unterstreicht Perales' außergewöhnliche Karriere. Der Sieg über 50m Brust gelang ihr in einer Zeit von 1:31.76, während sie über 50m Rücken nur von der filippinischen Schwimmerin Otom Angel Mae geschlagen wurde, die mit 1:13.51 die schnellste war.

Dieser Trip nach Japan hatte für Perales eine besondere Bedeutung. Sie kehrte an den Ort zurück, an dem sie bei den Paralympics 2021 eine Silbermedaille gewann – allerdings unter dramatischen Umständen, da sie nach dem Wettkampf medizinisch versorgt werden musste. Damals begannen ihre gesundheitlichen Probleme zuzunehmen, die zu einer zunehmenden Spastik und schließlich zum Verlust der Beweglichkeit in ihrem linken Arm führten. Seitdem schwimmt sie ausschließlich mit ihrem rechten Arm.

Gemeinsam mit ihrem Trainer Darío Carreras hatte sie sich für diese Saison das Ziel gesetzt, nach dem Weltrekord zu greifen und den Moment zu genießen. “Wir wussten, dass es möglich war, den Rekord zu brechen, aber wir hatten nicht erwartet, dass es mit einer so großartigen Zeit sein würde”, erklärte Carreras.

Blick nach los angeles 2028

Blick nach los angeles 2028

Trotz ihrer körperlichen Herausforderungen blickt Perales weiterhin entschlossen in Richtung Los Angeles 2028, ihren achten Paralympics. “Diese Wettkämpfe sind wichtig, um den Weg zu den Spielen vorzubereiten. Besonders der erste 50m-Abschnitt über die Rückendistanz hilft uns, unsere Technik zu verbessern”, so Carreras, der mit Perales’ Leistung äußerst zufrieden ist. “Es war unser erstes großes Ziel des Jahres, und sie hat es erreicht. Sie ist überglücklich, motiviert und voller Tatendrang.”

Auch Beatriz Lérida konnte sich am Samstag in Japan über eine Bronzemedaille im 400m Freistil freuen, mit einer Zeit von 5:04.70. Die polnische Schwimmerin Oliwia Jablonska gewann Gold, während Nattharinee Khajhonmatha aus Thailand die Silbermedaille errang.

Teresa Perales hat mit ihrem Weltrekord und ihren weiteren Erfolgen nicht nur ihre eigene Karriere auf ein neues Level gehoben, sondern auch allen Sportlern mit Behinderung eine Botschaft der Hoffnung und Inspiration gesendet. Ihr unermüdlicher Wille und ihre Leidenschaft sind ein Vorbild für uns alle.