Pellegrinis ticker steht still: baby nr. 2 kommt per kaiserschnitt – und der name kommt aus einem kinderbuch

Federica Pellegrini hat die Uhr am Beckenrand stehen lassen, doch der Countdown läuft. Anfang April wird Italiens „Divina“ ihre zweite Tochter per Plan-Caesare auf die Welt holen – und das Kind bereits mit einem Namen versehen, den sich die gerade zwei Jahre alte Matilde ausgesucht hat. Ein Märchenname, versteht sich. Aus einem Märchenbuch.

Die letzte sonografie wurde zur vorstellungsrunde

Die Schwimmerin, die vor drei Jahren noch 200 Meter in 1:56 schwamm, saß jüngst mit ihrer Großen auf der Pritsche der Klinik in Padua. Matilde tippte auf den Bildschirm, wo ihre „kleine Eule“ – so nennen die Eltern den Bauchbewohner – Herzchen schlug. Pellegrini, 35, postierte das Video mit dem Satz: „Chissà se hai capito.“ Weißt du, was dich erwartet?

Die Antwort lautet: ein Leben im Dauerrelay. Denn zwischen der Geburt der Erstgeborenen im März 2024 und der zweiten Schwangerschaft lagen keine neun Monate Pause. „Man nennt das wohl inkonsequente Planung“, lachte sie kürzlich im Interview der „Gazzetta“, „aber ich habe meine Karriere immer impulsiv gesteuert – warum sollte die Familie anders laufen?“

Matteo giunta wechselt vom coach- zum wickeltisch

Matteo giunta wechselt vom coach- zum wickeltisch

Matteo Giunta, 41, einst ihr strenger Trainer, heute ihr Ehemann, hat die Trainingspläne gegen Windel- und Fläschchen-Charts getauscht. Die Hochzeit in Venedig (August 2022) war noch ein Geheimnis, die Babypause wird live auf Instagram inszeniert. Über 600.000 Follower verfolgen, wie der Ex-Coach jetzt Nuckelautomaten sterilisiert und parallel die Sponsoren-Ansagen von Speedo abnickt.

Der Kaiserschnitt steht fest, weil die erste Geburt per Not-Sectio endete. „Diesmal bestimmen wir den Zeitpunkt“, sagt Giunta, der zwischen Kinderwagen und Sportdirektoren-Telefonaten hin- und her pendelt. Als langjähriger DSV-Chefcoach kennt er Druck – nur eben nicht den, nachts alle zwei Stunden aufzuwachen.

Der name ist kein geheimnis mehr – nur noch unveröffentlicht

Der name ist kein geheimnis mehr – nur noch unveröffentlicht

Matilde durfte aus vier Vorschlägen wählen, alle stammen aus ihrer Lieblingsreihe „Die kleine Eule“. Der Sieger: Aria. Italienisch für „Luft“, aber auch für „Melodie“. Ein Wink auf die Stille unter Wasser und die neue Stimme im Kinderzimmer.

Pellegrini selbst hat ihre Sammlung von 183 Medaillen bereits in eine Vitrine im Flur umgebaut. Dazwischen stehen jetzt Plüschtiere. „Die einzige Goldware, die ich heute anfasse, hat Gummi-Ohren“, scherzt sie. Und doch: Die Disziplin bleibt. Schwangerschaftsjoggen, 30 Minuten täglich, Beckenboden wie ein Stahlseil. „Ich will nicht nur Mutter sein, ich will wieder an die Startblöcke – wenn auch nur, um Matilde und Aria zu zeigen, wie man ins Wasser springt.“

Die Uhr tickt. In zwei Wochen ist Schluss mit Schwanger-Posing. Dann wird gebadet, geschlafen – und irgendwann wieder trainiert. Denn Pellegrini hat noch eine Challenge offen: 2028 in L. A. als Zuschauerin an der Strecke zu sitzen und ihren Mädchen zu erklären, warum einmal alle Kameras auf sie gerichtet waren. Die Antwort steht schon fest: „Weil Mama die Uhr früher angehalten hat als alle anderen.“