Peking-enterich merlín verzaubert die wm – ein nationalsymbol?
Die Fußballweltmeisterschaft 2026 in Mexiko hat ein unerwartetes Maskottchen: Merlín, ein Peking-Enterich, der sich in kürzester Zeit die Herzen der Fans erobert hat. Was als charmante Eigenheit begann, hat sich zu einer nationalen Obsession entwickelt, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht.

Ein tierischer glücksbringer mit fußballfieber
Merlín, watschelnd in einem grünen Trikot, ist mehr als nur ein niedlicher Vogel. Die mexikanische Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete ihn bereits als „ein kleines Symbol dessen, wie wir sind“ – eine Aussage, die nun auch von seiner Besitzerin Karla Yvette Gómez López bekräftigt wurde. „Merlín ist Mexikaner durch und durch“, erklärte sie der Süddeutschen Zeitung. Die Familie Gómez López, die in Mexiko-Stadt Erfrischungen verkauft, hat den Enterich „adoptiert“, wie sie es nennt, weil er das Land und seine fleißige Bevölkerung repräsentiere.
Doch die Geschichte von Merlín ist nicht nur eine Geschichte von nationalem Stolz. Sie ist auch von Tragik geprägt. Sein Vorgänger, ein Enterich namens „Waffle“, wurde vergiftet – ein Akt, den Gómez López als „Attentat“ bezeichnet. „Es gibt halt Neider“, so die Besitzerin, die nun in Merlín nicht nur ein Familienmitglied, sondern auch ein Symbol der Hoffnung sieht.
Was niemandem erzählt wird, ist Merlíns angeblicher Fußballer-Instinkt. „Ich bin überzeugt davon, dass Merlín in einem früheren Leben Fußballer war“, schwärmt Gómez López. „Er spielt auch Fußball und schießt Tore!“, fügt sie lachend hinzu, wobei sie sich bezieht auf seine Vorliebe, den Ball mit dem Schnabel ins Netz zu befördern – und auf Bildschirme zu picken, was ihn zu einem begeisterten Gamer macht.
Die plötzliche Berühmtheit wirft natürlich auch Fragen bezüglich des Tierschutzes auf. Gómez López nahm die Bedenken ernst und ließ Merlín von einem Tierarzt gründlich untersuchen. „Er ist unser Baby“, betonte sie, um jegliche Zweifel an der Sorgfalt zu zerstreuen, die sie dem Enterich angedeihen lässt.
Wie kam Merlín zu seinem Namen? „Es war augenscheinlich, dass er ein sehr, sehr besonderer Enterich war“, erinnert sich Gómez López. „Da habe ich entschieden: Wir nennen ihn Merlín. Weil er Magie in unser Leben gebracht hat, ein großer Zauberer war und ist.“ Und tatsächlich scheint Merlín die WM mit seiner einzigartigen Art zu verzaubern, ein kleines gefiedertes Phänomen, das die Welt im Sturm erobert.
