Pavlovic: von nervosität zu madrid-glanz – und die richtung vorgegeben!

Aleksandar Pavlovic, der junge Münchner, hat in Madrid bewiesen, dass er mehr als nur ein Talent ist. Nach einem holprigen Start im Champions-League-Viertelfinalhinspiel gegen Real Madrid präsentierte sich das Eigengewächs mit einer beeindruckenden Leistung und scheint die Rolle neben Joshua Kimmich im Zentrum des Bayern-Mittelfelds bereits fest im Griff zu haben.

Die erste halbzeit: ein lehrstück in demut

Die Bernabéu-Bühne ist natürlich etwas Besonderes, selbst für einen Spieler, der bereits als deutscher Meister und Nationalspieler aufweist. Pavlovic selbst räumte ein, dass die erste Halbzeit alles andere als optimal verlief. „Mit meiner ersten Halbzeit bin ich nicht so zufrieden“, gestand der 21-Jährige. Sechs Fehlpässe, die in seinem Leben so nicht vorgekommen seien, zeigten, dass die Nervosität des jungen Mannes spürbar war. Ein Ball, der in der 40. Minute direkt im Aus landete, war der Beweis dafür, dass der sonst so blitzschnelle Zugriff noch fehlte.

Doch Pavlovic bewies Reife. In der Halbzeitpause schüttelte er sich offenbar das Unbehagen ab und präsentierte im zweiten Durchgang eine völlig andere Leistung. Denn was dann folgte, war ein Fußballerstart, der selbst die erfahrensten Beobachter überraschte. Er eroberte mit blitzschneller Antizipation den Ball und bereitete mit einem perfekten Zuspiel Michael zum 2:0 vor. Ein Moment, der die gesamte Partie veränderte.

Die doppelsechs: kimmich und pavlovic – bayerns neues herzstück

Die doppelsechs: kimmich und pavlovic – bayerns neues herzstück

Die Fragen nach der Besetzung der Doppelsechs neben Joshua Kimmich sind längst verrauscht. In neun von zehn Fällen ist es nun Aleks aus der zweiten Mannschaft, der das Mittelfeld an der Seite des erfahrenen Weltmeisters dirigiert. Die Chemie zwischen den beiden scheint zu stimmen, und Pavlovic ergänzt Kimmichs Stärken perfekt. Er ist der Zweikampfstarke, derjenige, der den Ball erobert und das Spiel schnell macht.

Pavlovic selbst betonte, dass er stolz sei – „aber eher auf alle zusammen und auf unsere Leistung“. Ein Grinsen schlich sich dabei auf sein Gesicht, denn es scheint tatsächlich alles ziemlich cool zu sein: Die Champions-League-Bühne, die Interviews, der Applaus der Fans. Aber er weiß auch, dass die Arbeit noch nicht getan ist. „Jetzt heißt es, sich gut vorbereiten auf das Rückspiel“, sagte der junge Mittelfeldmotor.

Die Leistung in Madrid war nicht nur ein wichtiges Signal für den FC Bayern, sondern auch für den deutschen Fußball insgesamt. Aleksandar Pavlovic hat gezeigt, dass er das Potenzial hat, zu einem der wichtigsten Spieler in der Nationalmannschaft zu werden. Die WM-Fahrt rückt näher, und Pavlovic wird sicherlich eine wichtige Rolle spielen.