Paolini scheitert erneut in indian wells – gibson demontiert italiens nummer eins

Es ist kein Zufall mehr. Jasmine Paolini und das Achtelfinale von Indian Wells – das ist mittlerweile eine schmerzhafte Gewohnheit. Zum dritten Mal in Folge, nach 2024 und 2025, ist für die Weltranglistensiebte in der Runde der letzten 16 Schluss. Diesmal aber mit einem besonders bitteren Beigeschmack: Das Ende kam durch Talia Gibson, eine 21-jährige Australierin, die vor diesem Turnier gerade einmal 14 Matches auf Tour-Ebene bestritten hatte und als Nummer 112 der Welt antrat. 7:5, 2:6, 6:1 – eine Niederlage, die wehtut.

Wie gibson paolini auseinandernimmt

Paolini begann besser, nahm früh das Break. Doch Gibson ist kein Rohdiamant, der noch geschliffen werden muss – sie spielt bereits jetzt mit einer Leichtigkeit, die täuscht. Vor allem ihr Rückhand-Cross, flach und mit voller Schulter gespielt, setzte die Italienerin von Beginn an unter Druck. Die Australierin ließ Paolini nie die Zeit, sich taktisch neu zu sortieren, spielte mit konstanter Tiefe und holte sich im zwölften Game das entscheidende Break zum Satzgewinn.

Der zweite Satz gehörte dann Paolini. Ein physiologischer Einbruch bei Gibson, den die Weltranglistensiebte konsequent ausnutzte – Doppelbreak, kein Aufschlagverlust, klare Sache. Kurz schien die Partie wieder offen. Kurz. Denn im dritten Satz kehrte Gibson zurück – diesmal als die reifere Spielerin auf dem Platz. Das ist das eigentlich Erschreckende an dieser Niederlage.

Paolinis zweite Aufschläge wurden zögerlicher, ihre Fehlerquote stieg, die Beine wirkten schwer unter der Indian-Wells-Hitze. Gibson hingegen traf weiter, antwortete aggressiv, ließ sich von der Situation nicht einschüchtern. Nach zwei Stunden beendete ein satter Vorhand-Winner die Partie – und Gibson lächelte, fast ungläubig, nach ihrer ersten Karriere-Niederlage gegen eine Top-10-Spielerin.

Die zahl, die alles sagt

Die zahl, die alles sagt

Für Paolini ist es die schlimmste Niederlage nach Weltranglisten-Gesichtspunkten seit Hamburg 2023, als sie gegen die damalige Nummer 225 der Welt, Daria Saville, verlor. Damals war es ein Ausrutscher. Heute ist es ein Muster. Die Viertelfinale in Indian Wells bleiben für sie ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Sabalenka lässt osaka keine chance

Sabalenka lässt osaka keine chance

Was hätte ein Duell zweier Grand-Slam-Gewinnerinnen sein können, wurde zu einem einseitigen Lehrstück. Aryna Sabalenka ließ Naomi Osaka schlicht keine Luft zum Atmen. 6:2, 6:4 – und die Zahlen dahinter erzählen die Geschichte noch deutlicher: 76 Prozent gewonnene Punkte mit dem ersten Aufschlag, kein einziger Doppelfehler, lediglich zwei Breakbälle zugelassen – beide abgewehrt, der zweite davon beim Stand von 4:3 im zweiten Satz, in einem der wenigen wirklich heiklen Momente der Partie.

In 81 Minuten buchte die Weltranglistenerste ihr drittes Viertelfinale in den letzten vier Jahren in Indian Wells. 2023 und 2025 erreichte sie jeweils das Finale – verlor dort gegen Rybakina beziehungsweise Andreeva. Diesmal wartet die Siegerin aus dem Match zwischen Anisimova und Mboko. Sabalenka wirkt hungriger denn je – und das in einem Turnier, das ihr bislang noch keinen Titel gebracht hat.