Paderborn patzt im aufstiegskampf – spätes 1:1 rettet nur ein alibi

Der SC Paderborn hat sich selbst um den nötigen Schwung gebracht. Gegen Eintracht Braunschweig, seit fünf Spielen sieglos und tief im Abstiegssumpf, reichte es nur zu einem 1:1. Die Szene, die alle reden macht, fiel in der 98. Minute: Sven Michel donnerte den Abpraller aus fünf Metern unter die Latte – eine Erlösung, aber keine Lösung.

Die westfalen laufen sich fest – und braunschweig lacht unter sich

Ralf Kettemanns Team dominierte die erste Hälfte, aber Ballbesitz ist kein Tor. Ruben Müller und Nick Bätzner schossen aus spitzem Winkel, Keeper Fejzo Selimi war zur Stelle. Die Gäste standen tief, lauerten auf den Konter – und der kam prompt: Felix Götze spielte einen Pass direkt auf Robin Heußers Fuß, der eingewechselte Stürmer schob cool zum 0:1 ein (52.).

Paderborn schaltte auf Angriffsmodus, doch die Lücke blieb. Patrick Nkoa räumte Michel mit einem Grätschen ab, Rot (67.). Überzahl, ja – aber keine Idee. Erst in der Nachspielzeit rutschte Michel ein Schuss über den Rasen, diesmal blieb Selimi machtlos. Der Jubel wirkte wie ein Schulterzucken: ein Punkt, der die Tabelle nicht verändert, aber die Nerven strapaziert.

Was heute wirklich zählt: der blick nach oben wird trüb

Was heute wirklich zählt: der blick nach oben wird trüb

Mit 35 Zählern bleibt Paderborn auf Platz vier, doch HSV und Karlsruhe haben ein Spiel weniger absolviert. Schon am Sonntag kann der Rückstand auf Rang drei vier Punkte betragen. Die Aufstiegsrechnung wird komplizierter, weil die Tordifferenz schwindet und die Moral bröckelt. Die Westfalen haben in den letzten vier Partien nur einen Sieg geholt – zu wenig für die große Mission.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 14 Torschüsse, 67 Prozent Ballbesitz, nur ein Treffer. Effizienz sieht anders aus. Wer den Aufstieg will, muss Braunschweig schlagen, nicht remisieren. Die Saison ist noch lang, aber die Zeit läuft – und die Konkurrenz wartet nicht auf Paderborns Erwachen.