Oyarzabal stürmt in die wm-gipfel: butragueno überholt!

Mikel Oyarzabal hat bei der Weltmeisterschaft gegen Cabo Verde einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere gesetzt – und damit bewiesen, dass er zu den gefürchtetsten Angreifern im spanischen Dress gehört. Nach seiner schweren Knieverletzung, die ihm die Teilnahme an der WM in Katar genommen hatte, präsentiert sich der Bask nun in Topform und katapultiert sich in die Geschichtsbücher.

Ein torjäger kehrt zurück, rekorde fallen

Ein torjäger kehrt zurück, rekorde fallen

Die Partie gegen Cabo Verde war geprägt von spanischer Dominanz, doch Oyarzabal blieb zunächst überraschend blass. Über dreißig Minuten lang berührte er den Ball nicht. Doch dann, als es am wichtigsten war, schlug er zu. Mit seinem Treffer reihte er sich ein in eine exklusive Riege von spanischen Stürmern ein, die bereits sechsmal in Folge für die Nationalmannschaft trafen – eine Leistung, die ihm zuvor nur Villa, Pirri und Hierro vergönnt war. Seine Torjägerqualitäten waren bereits bekannt, doch die Art und Weise, wie er nun zurückkehrt, ist schlichtweg beeindruckend.

Oyarzabal übertrifft Butragueño: Die Bilanz spricht für sich: 27 Tore in 55 Länderspielen. Damit hat er Emilio Butragueño übertroffen, der in 69 Spielen lediglich 26 Mal ins Netz traf. Nun teilt er sich den achten Rang mit Fernando Morientes (27 Tore in 47 Spielen) und hat Fernando Hierro (29 Tore in 89 Spielen) fest im Blick. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in dieser WM noch weiter aufsteigt, ist hoch.

Die beeindruckende Entwicklung unter Luis de la Fuente ist unübersehbar. Von März 2024 an erzielte Oyarzabal in 14 Spielen unglaubliche 15 Tore, in zehn davon traf er auch. Und nicht nur das: Sieben Assists untermauern seine Vielseitigkeit. Er ist nicht nur ein Torschütze, sondern auch ein Vorbereiter. Sein Remate an die Latte in der 36. Minute verdeutlichte zudem sein unermüdliches Bemühen, jeden Moment für sich zu nutzen.

Ein besonderes Augenmerk gilt nun der Frage, ob Oyarzabal in dieser WM einen historischen Hattrick feiern kann. Butragueño gelang es 1986 gegen Dänemark (vier Tore), und Míchel traf 1990 gegen Südkorea (drei Tore). Mit seiner aktuellen Form ist alles möglich. Es bleibt spannend zu beobachten, ob der Bask diesen außergewöhnlichen Coup schaffen kann und damit seinen Namen endgültig in die Annalen des spanischen Fußballs einträgt.