Österreichs handballer ziehen nach serbien-sieg in wm-playoff – romero startet neuanfang

Ein 27:24 gegen Serbien, und plötzlich steht Österreich in den Top 16 der EM 2026 – sowie im WM-Playoff. Für Teamchef Iker Romero beginnt jetzt der nächste Akt: eine radikale Woche in Bregenz, ohne Altlasten, dafür mit 17 neuen oder verjüngten Gesichtern.

Romero löscht die startaufstellung und setzt auf tempo

„Wir schreiben bei Null“, sagt der Spanier, während er in der Länderspielpause vom 16. bis 21. März zwei Debütanten testet: Nico Sager (ALPLA HC Hard) und Clemens Möstl (HC Linz AG). Beide stehen erstmals im A-Kader, weil Romero den Sieg gegen Serbien nicht feiert, sondern recyclt.

Verzichten muss er auf Michael Miskovez (Oberkörper-Trauma), Sebastian Frimmel (Kreuzband), Janko Bozovic und Boris Zivkovic. Für Nemanja Belos rückte kurzfristig Mats Rudnicki (Fivers Margareten) nach – ein 19-jähriger Rückraum-Shooter, der in der Bundesliga bereits 53 Treffer auf dem Konto hat.

Die neue dna: jung, schnell, unverbraucht

Die neue dna: jung, schnell, unverbraucht

Durchschnittsalter des 17-Mann-Kaders: 22,4 Jahre. Das älteste Gesicht ist Lukas Herburger (30), das jüngste Lukas Fritsch – 18 Jahre, erstes Senioren-Jahr, bereits 8,3 Abschlüsse pro Spiel in der 2. Bundesliga. Romero will keinen einzelnen Star, er will ein Schwarmprinzip: „Wenn wir laufen, sind wir unangenehm. Wenn wir stehen, versinken wir.“

Die Zahlen sprechen mit: Gegen Serbien erzielte Österreich 47 Prozent der Tore nach Tempogegenstößen – EM-Bestwert. Genau diese Statistik will der Coach in Bregenz in ein System gießen, das künftig auch schwächere Phasen überbrückt.

Der plan: in zehn tagen eine neue startformation finden

Der plan: in zehn tagen eine neue startformation finden

Am Ende der Woche steht ein internes Turnier gegen sich selbst – 2×30 Minuten, live im Stream des ÖHB. Gewinner: die Elf, die im WM-Playoff gegen die Schweiz (12./13. April) aufläuft. Verlierer: die Tribüne. „Wir haben keine Zeit für Experimente mehr“, sagt Romero, „nur für Entscheidungen.“

Österreichs Handballer haben also nicht nur ein Ticket gelöst – sie haben einen Reset-Knopf gedrückt. Wenn der funktioniert, rückt nicht nur die WM in Sicht, sondern ein neues Kapitel. Ohne alte Helden, dafür mit frischen Geschichten.