Orlando magic stolpert: die serie ist hin, die klatsche da

Atlanta, 18. März 2026 – Die Orlando Magic haben sich selbst abgelegt. Nach sieben Siegen in Serie liefen sie in der State Farm Arena wie auf Soft-Trainersohlen, kassierten 112:124 und gaben Jamahl Mosley recht, der direkt nach der Sirene sagte: „Wir waren in allen kleinen Dingen einen Schritt zu langsam.“ Der Satz klang wie ein Todesstoß für eine Mannschaft, die bis vor 48 Stunden noch als heißer Playoff-Kandidat galt.

Deutsche nacht, schwarze zahlen

Tristan da Silva und Moritz Wagner – sonst Zuverlässigkeit in Menschengestalt – schauten sich plötzlich an, als hätten sie den Ball zum ersten Mal gesehen. Da Silva traf zwei von acht Würfen, Wagner drei von neun. Sieben Punkte pro Kopf, das ist für Normalo-Statistik gut, für NBA-Playoff-Anwärter ein Offenbarungseid. Paolo Banchero versuchte, die Lücke mit 18 Punkten zu kitten, aber 3/13 aus dem Feld zeigen: Auch der Star kaute an der Armeisen-Kruste. Atlanta feierte derweil den zehnten Sieg in Serie – und das, obwohl die Hawks vor drei Wochen noch als Verkaufsplattform für Draft-Picks durchgingen.

Die Tabelle lügt nicht: Mit 38:29 steht Orlando zwar auf Platz fünf im Osten, aber vier Klubs schnüffeln schon im Nacken. Toronto (38:29), Miami (38:30), Philadelphia (37:31) und eben Atlanta (37:31) haben den Playoff-Geruch in der Nase. Morgen kommt Champion Oklahoma City in die Amway Arena – und plötzlich ist das Heimspiel kein Selbstläufer mehr, sondern ein Sechs-Punkte-Spiel im Rennen um Heimrecht im ersten Rundenpaar.

Kerr schreibt geschichte, wembanyama atmet auf

Kerr schreibt geschichte, wembanyama atmet auf

Während Orlando die Klinke in die Hand bekommt, jubelte woanders die alte Garde. Steve Kerr feierte in Washington seinen 600. regulären Saisonsieg – und brauchte dafür nur 943 Partien. Schneller waren bislang nur Phil Jackson (805), Pat Riley (832) und Gregg Popovich (887). Die Zahl steht für Beständigkeit, für ein System, das funktioniert, selbst wenn die Stars mal kurz taumeln. In San Antonio atmete Victor Wembanyama nach 21 Punkten in L.A. auf: Die Spurs holten ihren 50. Sieg – erstmals wieder seit 2017. Die Liga dreht sich weiter, nur die Magic müssen jetzt umdenken: Wer zwei Deutsche und seinen Franchise-Player an einem Abend kaltstellt, darf nicht jammern, dass die Playoff-Tür zufällt.

Fazit: Die Serie ist hin, die Wahrheit da. Atlanta hat gezeigt, dass Orlando noch Luft nach oben hat – und die Luft wird dünner, je länger die Saison dauert.