Orlando kassiert 52-punkte-klatsche – playoff-traum platzt in toronto
Orlando Magic hat sich in der Nacht auf Sonntag selbst demontiert. Nach einem 18:11 im ersten Viertel kollabierte das Team aus Florida komplett und verlor am Ende 87:139 bei den Toronto Raptors – die größte Niederlage der Saison.
Die Zahlen sind ein Spiegelbild des Chaos: 18 Ballverluste, 29 Prozent Dreierquote, null Antwort auf die Defense der Kanadier. Tristan da Silva war mit zwölf Zählern bester Werfer, Moritz Wagner kam in zwölf Minuten auf sieben Punkte und vier Rebounds. Beide wirkten wie im Schnelldurchlauf, ständig einen Schritt zu spät.

Die favoritenrolle war nur fassade
Orlando hatte vor einer Woche noch die Sacramento Kings besiegt und damit eine Serie von sechs Pleiten beendet. Die Erleichterung währte genau 48 Stunden. Gegen Toronto offenbarte Trainer Jamahl Mosleys Mannschaft dieselben Lücken wie zuvor: kein Rhythmus im Spielaufbau, keine Hilfe in der Zone, keine Führung auf dem Feld. Die Raptors trafen 58 Prozent ihrer Würfe – und das, obwohl sie bereits als Saisonverlierer gelten.
Für die Magic bedeutet die Klatsche das vorläufige Aus im Rennen um die direkten Playoff-Plätze. Bei 39 Siegen und 35 Niederlagen bleibt nur noch das Play-In-Turnier, dort ist die Teilnahme jedoch längst sicher. Die Frage lautet nun: Wie stabil ist die Psyche, wenn es in zwei Wochen um alles geht?
Während Orlando die Koffer packt, feiert Isiah Hartenstein mit den Oklahoma City Thunder weiterhin die beste Bilanz der Liga. Der deutsche Center half beim 111:100 gegen die New York Knicks mit sechs Punkten und 13 Rebounds – Shai Gilgeous-Alexander erzielte allein zehn seiner 30 Punkte im Schlussviertel. Die Thunder holten den 14. Sieg in den letzten 15 Spielen und sind bei 59 Wins angekommen, einem neuen Franchise-Rekord.
Die Magic müssen jetzt umschalten: Weg vom Selbstzweifel, hin zur Selbsttherapie. Die nächste Pleite könnte das Vertrauen endgültig zerstören – und dann reicht selbst das Play-In nicht mehr.
