Opel stürmt in die formel e: werksteam mit klarem ziel!
Rüsselsheim – Mit einem Paukenschlag betritt Opel die elektrische Bühne der Formel E. Ab der kommenden Saison geht der Automobilhersteller als Opel GSE Formula E Team an den Start und setzt dabei voll auf Eigenregie. Ein klares Bekenntnis zum eigenen Weg und ein Statement im hart umkämpften Elektrosport.

Jörg schrott: der mann hinter dem coup
An der Spitze des neuen Teams steht Jörg Schrott, ein Urgestein der Opel-Familie seit 1997. Als Motorsport-Direktor seit 2012 verantwortet er bereits alle motorsportlichen Aktivitäten des Unternehmens. Für ihn ist der Formel-E-Einstieg der logische Höhepunkt einer Entwicklung, die vor fünf Jahren mit der Gründung des ersten vollelektrischen Rallye-Markenpokals begann. „Wir wollten immer unser eigenes Projekt machen, als reines Werksteam“, erklärt Schrott im Gespräch mit Motorprofis.at. „Die Zusammenarbeit mit einem externen Team wäre nicht unser Weg gewesen. Je mehr Partner mitreden, desto komplexer wird es und desto mehr Kompromisse müssen eingegangen werden – beispielsweise bei der Fahrerwahl.“
Das Ziel ist klar: Opel will den eigenen Weg gehen und seine eigenen Talente fördern. Schrott gibt an, dass er die ideale Mischung aus einem erfahrenen Routinier und einem jungen, hungrigen Talent sucht. „Es gibt genug junge Talente, die es in die Formel 1 nicht geschafft haben oder nur kurz dabei waren. Da sind einige sehr gute Fahrer am Start.“
Die Entscheidung für einen reinen Werkseinsatz ist ein klares Signal – Opel will die Entwicklung der Rennwagen selbst in die Hand nehmen und nicht von externen Partnern abhängig sein. Ein Ansatz, der sich in der Vergangenheit bei anderen Marken nicht immer bewährt hat, doch Schrott zeigt sich unbeeindruckt. „Jede Marke hat ihre eigenen Gründe für ihren Rückzug, das lässt sich nicht verallgemeinern. Gleichzeitig sind auch viele neue Marken hinzu gekommen, wie beispielsweise Citroën.“
Ein persönlicher Moment der Verbundenheit: Bei einem Treffen in Madrid begegnete Schrott dem ehemaligen Formel-1-Pilot Rubens Barrichello, der vor 36 Jahren in einer Opel-Lotus-Nachwuchsserie gefahren ist. „So muss es sein. Das ist doch wunderschön“, freute sich Schrott über die lebendige Verbindung zur Opel-Geschichte.
Die offizielle Präsentation des 800 PS starken GEN4-Rennwagens findet Mitte April auf der Rennstrecke in Paul Ricard in Le Castellet statt. Dort wird das Opel GSE Formula E Team seine Ambitionen erstmals unter Beweis stellen. Doch eines ist bereits jetzt klar: Opel ist mit voller Kraft in die Formel E eingestiegen und will nicht nur mitfahren, sondern das Rennen gewinnen. Die Elektromobilität hat einen neuen, ambitionierten Herausforderer gefunden.
