Olympia-vorbereitung: team-kombination in bormio verspricht spannung
- Der fokus verschiebt sich nach italien
- Schweizer favoriten und knappe entscheidungen
- Alternativen für das schweizer team
- Weitere schweizer optionen und eine besondere erinnerung
- Eine geschichte von widerstandskraft: niels hintermann
- Italienische stärke und interne rivalitäten
- Italienische breite und mögliche medaillen
- Österreichische hoffnungen und formkurven
- Norwegische umbesetzung und neue chancen
- Französische ambitionen und starke einzelstarter
- Finnische hoffnung und ein blick auf die vergangenheit
Der fokus verschiebt sich nach italien
Nach den letzten Weltcuprennen vor den Olympischen Spielen liegt der Blick nun auf Bormio, Italien. Dort starten die Herren und tragen bereits am Montag die Team-Kombination aus. Die Konstellationen versprechen einige spannende Duelle. Die Schweizer zeigten bei der WM bereits eine beeindruckende Leistung, doch die Konkurrenz schläft nicht.

Schweizer favoriten und knappe entscheidungen
Bei der WM dominierten die Schweizer. Besonders die Entscheidung zwischen Marco Odermatt und Loïc Meillard fiel schwer. Obwohl beide Gold versprechen, zeigte Meillard mit Franjo von Allmen bereits, dass sie ein schnelles Duo bilden können. Odermatt verzichtete damals auf die Kombi, um sich auf den Riesenslalom zu konzentrieren, wird die Kombination nun aber voraussichtlich nicht erneut auslassen.

Alternativen für das schweizer team
Obwohl Tanguy Nef auf dem Papier der zweitbeste Schweizer Slalomfahrer ist, entschied man sich gegen eine Kombination mit Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen. Stattdessen wird Matthias Iten antreten, der in dieser Saison bereits seine Form bewiesen hat, beispielsweise beim Slalom in Wengen. Von Allmen und Iten könnten ein aggressives Duo bilden, das an einem guten Tag auch das beste Schweizer Team herausfordern könnte.

Weitere schweizer optionen und eine besondere erinnerung
Eine Kombination aus Alexis Monney und Tanguy Nef wurde bewusst vermieden, da dieses Duo bei der WM 2025 für einen denkwürdigen Moment sorgte. Monneys Jubel nach der Silbermedaille und dem Schweizer Dreifachsieg ist unvergessen. Zudem liegt ihm die Piste in Bormio besonders gut.
Eine geschichte von widerstandskraft: niels hintermann
Das Duo Niels Hintermann und Daniel Yule muss nicht unbedingt zu den Top-Favoriten zählen, um erfolgreich zu sein. Hintermanns Geschichte ist besonders beeindruckend. Nach seiner Krebserkrankung im Sommer 2024 ist seine Teilnahme an den Olympischen Spielen bereits ein Märchen. Yule kämpft in dieser Saison noch um seine Form.
Italienische stärke und interne rivalitäten
Die Italiener präsentieren sich in den Speed-Disziplinen stark. Dominik Paris bewies mit dem zweiten Platz in Crans-Montana, dass er weiterhin die Nummer 1 im Team ist. Er kennt die Pista Stelvio wie kein anderer und hat die Abfahrt in Bormio bereits sechsmal gewonnen. Zusammen mit dem derzeit besten italienischen Slalomfahrer bildet er ein starkes Duo, obwohl es nach Vinatzers Sturz bei der letzten WM einige Spannungen gab.
Italienische breite und mögliche medaillen
Hinter Alex Vinatzer fehlt es im italienischen Slalomteam an Breite. Tommaso Sala kann aber immer wieder für Überraschungen sorgen und könnte in Kombination mit dem in Topform befindlichen Giovanni Franzoni ebenfalls um die Medaillen mitfahren.
Österreichische hoffnungen und formkurven
Die letzten zwei Wochen waren für die österreichischen Speedfahrer enttäuschend. Dennoch lief es den Slalomfahrern besser, und Manuel Feller konnte endlich in Kitzbühel gewinnen. Vinzent Kriechmayr sollte man nie abschreiben, und mit Feller, der pünktlich in Form gekommen ist, zählen auch die Österreicher zu den Mitfavoriten.
Norwegische umbesetzung und neue chancen
Kurz vor den Olympischen Spielen gab es eine unerwartete Nachricht: Aleksander Aamodt Kilde muss seine Teilnahme absagen. Dadurch ist Adrian Smiseth Sejersted die klare Nummer 1 im norwegischen Speed-Team. Er kann auf Klassikern wie Bormio brillieren und hat eine große Auswahl an Teamkollegen aus dem Slalomteam. Atle Lie McGrath scheint aktuell in der besten Form zu sein.
Französische ambitionen und starke einzelstarter
Auch die französischen Duos sind zu beachten. Nils Allegre befindet sich in Topform und verpasste in dieser Saison mehrfach knapp das Podest. Die Klasse von Clément Noël ist unbestritten, sodass auch die Franzosen um Edelmetall mitreden könnten. Maxence Muzaton hat sich dank seines dritten Ranges in Kitzbühel als Nummer 2 im französischen Abfahrtsteam etabliert. Paco Rassat zeigte bei den Slaloms in Gurgl und Adelboden seine Stärke.
Finnische hoffnung und ein blick auf die vergangenheit
Auch ein finnisches Duo ist am Start. Elian Lehto wartet zwar noch auf den Durchbruch, ist aber in der Abfahrtswertung auf Rang 16. Wenn er an der Konkurrenz dranbleiben kann, hat Eduard Hallberg die Geschwindigkeit, um einige Zehntel aufzuholen und möglicherweise für die erste finnische Olympia-Medaille seit Tanja Poutiainen 2006 zu sorgen.
