Olympia-silber und familienstreit: giovanni franzonis gedenken an matteo franzoso sorgt für aufsehen

Silbermedaille überschattet von familienkritik

Giovanni Franzoni, der bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina 2026 die Silbermedaille in der Abfahrt gewann, hat sein Erfolg seinem verstorbenen Teamkollegen Matteo Franzoso gewidmet. Diese Geste, die er bereits bei seinen Weltcupsiegen in Wengen und Kitzbühel wiederholte, stieß jedoch auf heftige Kritik von Matteo Franzosos Familie.

Attacke auf instagram: der vorwurf des egoismus

Attacke auf instagram: der vorwurf des egoismus

Michele Franzoso, der Bruder des verstorbenen Skifahrers, griff Giovanni Franzoni öffentlich auf Instagram an. In einem Video äußerte er seinen Unmut darüber, dass Franzoni nicht an der Beerdigung seines Bruders teilgenommen hatte. Er warf Franzoni vor, sich in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Die Worte waren scharf: "Jemand hat behauptet, Matteos Bruder zu sein. Ich bin sein einziger Bruder. Ich war auf der Beerdigung, jemand anders nicht. Das ist sehr egoistisch und respektlos".

Ein tattoo als ewige erinnerung

Ein tattoo als ewige erinnerung

Franzoni hatte nach dem tragischen Tod seines Freundes ein Tattoo in Erinnerung an ihn anfertigen lassen. Auf seiner Haut ist die letzte Zwischenzeit von Franzoso vor dem verhängnisvollen Unfall (28"51) verewigt. Bereits im Dezember in Gröden hatte Franzoni erklärt, dass Franzoso wie ein "älterer Bruder" für ihn gewesen sei und er für ihn fahren werde.

Unterstützung aus der familie franzoni

Alessandro Franzoni, der Zwillingsbruder von Giovanni Franzoni, verteidigte den Silbermedaillengewinner. Er erklärte, dass Franzoni einen besonderen Grund hatte, nicht an der Beerdigung in Chile anwesend zu sein. Er habe weitermachen wollen, um nicht nachzudenken, aber vor allem, um die Ziele zu erreichen, von denen Matteo und Giovanni gemeinsam geträumt hatten.

Trauerbewältung und gemeinsames vermächtnis

Franzoni wolle auf diese Weise Matteo Franzoso am besten in Erinnerung bleiben. Die Kritik der Familie sei unangebracht. "Sie zeigen lieber mit dem Finger auf einen Sportler, um ihm Schuld zuzuweisen, die er nicht hat. Sie sollten sich über das freuen, was Giovanni erreicht hat… stattdessen verursachen sie noch mehr Schmerz und Wut."

Verständnis für den schmerz, aber klare worte

Giovanni Franzoni zeigte Verständnis für den Schmerz der trauernden Familie, betonte aber gleichzeitig, dass die Anschuldigungen über alle Grenzen hinausingen. Er appellierte an die Familie, damit aufzuhören, und betonte, dass jeder auf seine Weise trauert. Für ihn gehe es darum, den Namen seines Freundes hochzuhalten und ihn auf die beste Art und Weise zu feiern.

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