Olympia-medaillen brechen: materialfehler überschattet winterspiele

Materialfehler bei olympia-plaketten in mailand und cortina

Mailand/Cortina d'Ampezzo – Ein unerfreulicher Vorfall überschattet die laufenden Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo: Immer wieder gehen die Medaillen der geehrten Athleten kaputt. Offenbar liegt ein Materialfehler vor, der zu Sollbruchstellen führt. Besonders betroffen sind die Verbindungen zwischen Band und Plakette.

Erste fälle: biathlon, ski alpin und langlauf betroffen

Erste fälle: biathlon, ski alpin und langlauf betroffen

Bereits bei den ersten Wettkampftagen wurden mehrere Vorfälle gemeldet. Der deutsche Biathlet Justus Strelow erlebte dies nach seinem Bronze-Gewinn mit der Mixed-Staffel. Auch die US-amerikanische Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson und die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber) sahen sich mit dem Problem konfrontiert. Der dünne Steg, der das Band hält, brach kurz nach der Siegerehrung.

„Solltest damit nicht hüpfen“: warnung an silbermedaillengewinnerin

„Solltest damit nicht hüpfen“: warnung an silbermedaillengewinnerin

Breezy Johnson warnte ihre Konkurrentin, die Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher, vor übermäßigem Jubel: „Du solltest damit nicht hüpfen.“ Aicher nahm die Warnung offenbar ernst und brachte ihre Medaille schnell in Sicherheit. Die Freude der Athleten führte offenbar zu einer ungewöhnlichen Belastung der Medaillen.

Italienische staatsmünze als hersteller

Die Olympia-Plaketten wurden vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, der staatlichen Münzprägeanstalt Italiens, hergestellt. Bei der Produktion wurden recycelte Metalle aus eigenen Produktionsabfällen verwendet. Jede Medaille hat einen Durchmesser von 80 Millimetern und eine Dicke von etwa zehn Millimetern. Es stellt sich nun die Frage nach der Qualitätssicherung.

Der wert der edelmetalle: gold, silber und bronze im detail

Die Medaillen bestehen aus unterschiedlichen Materialien und haben dementsprechend unterschiedliche Werte. Hier eine Übersicht:

MedailleGewichtMaterialGeschätzter Wert
Gold500g Feinsilber + 6g FeingoldSilber und Goldca. 1800 Euro
Silber500g FeinsilberSilberca. 1000 Euro
Bronze420gKupferca. 4 Euro

Reaktionen und mögliche konsequenzen

Der Vorfall wirft Fragen nach der Qualität der Medaillen und der Sorgfaltspflicht des Herstellers auf. Es ist zu erwarten, dass die Organisatoren der Olympischen Spiele und die italienische Regierung eine Untersuchung einleiten werden. Die Athleten sollen trotz des Problems ihre Erfolge feiern können, ohne dass ihre Medaillen zerbrechen. Es bleibt abzuwarten, ob es zu Ersatzlieferungen oder Änderungen an der Konstruktion der Medaillen kommt.