Olympia-eröffnung in mailand: zwischen glanz, buhrufen und einem fiasko in predazzo
Gemischte reaktionen auf die eröffnungsfeier der olympischen winterspiele
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo am Freitagabend sorgte international für unterschiedliche Reaktionen. Während Italien die Show selbst feierte, gab es in anderen Ländern, insbesondere in Schweden, deutliche Kritik. Die Zeremonie, die in mehreren Locations stattfand, war logistisch eine Herausforderung und offenbar nicht überall gleich gut umgesetzt.

Italien feiert eine gelungene show
Italienische Medien zeigten sich
überwiegend begeistert von der Eröffnungsfeier. Die Gazzetta dello Sport sprach von „goldenen Olympia-Träumen“ und sah in der Zeremonie bereits die erste Medaille für Italien. Die Corriere dello Sport lobte die „Eleganz, Kultur und Geschichte“, die während der Show präsentiert wurden. Die Inszenierung wurde als harmonisch und synchron beschrieben, vergleichbar mit einem Bergchor in Cortina.Schweden: ein „fiasko“ in predazzo
Die schwedische Zeitung Aftonbladet schoss scharf gegen den Ablauf der Eröffnungsfeier in Predazzo. Dort habe man offenbar vergessen, dass es auch diesen Olympia-Ort gebe. Statt einer angemessenen Eröffnung wurden den Zuschauern lediglich acht Amateur-Tänzer gezeigt, die den Macarena tanzten. Das Blatt nannte dies ein „Fiasko“ und verglich das Erlebnis mit dem Betrachten einer Preisverleihung im Fernsehen, nur ohne die entsprechenden Annehmlichkeiten.
Politische zwischenfälle überschatten glanz
Neben den sportlichen Aspekten sorgten auch politische Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. US-Vizepräsident JD Vance wurde bei der Eröffnungsfeier ausgebuht, ebenso wie das israelische Team. Dies trübte das Bild von Glanz und Glamour, das durch Auftritte von Mariah Carey und Andrea Bocelli erzeugt werden sollte. Die Daily Mail berichtete von einem „eisigen Empfang“.
Internationale pressestimmen im überblick
Auch andere Medien aus England, Frankreich, Norwegen, Österreich und Spanien berichteten über die Eröffnungsfeier. Die britische BBC lobte die reibungslose Durchführung trotz der logistischen Herausforderungen. Die französische Le Monde hob den Glanz und das alpine Spektakel hervor. Während die norwegische Aftenposten die Empörung über JD Vance thematisierte, würdigte die österreichische Kronen Zeitung das „Tribut an die Schönheit und Kunst Italiens“. Die spanische Marca sprach von einer „bewegenden Zeremonie“.
Mariah carey und andrea bocelli im fokus
Die Auftritte von Mariah Carey und Andrea Bocelli standen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Während Bocelli für tosenden Applaus sorgte, wurde Carey von der britischen Telegraph für ihr Outfit kritisiert. Die amerikanische Washington Post beschrieb die Show als eine Mischung aus römischen Legionen, Espressokannen, Pinocchios, Oper und Euro-Pop, die Italien in all seiner Vielfalt präsentierte.
