Olympia-debakel für deb-frauen: schweden zu stark für deutschland
Olympia-start misslungen: deb-frauen unterliegen schweden
Mailand/Cortina d’Ampezzo – Ein enttäuschender Auftakt für das deutscheEishockey-Frauenteam bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod musste sich zum ersten Gruppenspiel am Donnerstag gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) geschlagen geben. Damit steht der Traum vom Viertelfinale für die deutschen Eishockeyerinnen bereits früh unter einem schlechten Stern.
Erster olympia-auftritt seit 2014
Es war der erste olympische Auftritt der deutschen Frauen seit Sotschi 2014. Lange hatte die Hoffnung gegolten, dass die jüngste positive Entwicklung des Teams auf der großen Bühne bestätigt werden könnte. Doch gegen die Schwedinnen offenbarte das DEB-Team Schwächen, die sich letztendlich in einer klaren Niederlage manifestierten.

Jobst-smith brachte deutschland in führung
Die deutsche Mannschaft zeigte zu Beginn des Spiels eine gute Leistung und ging durch einen Treffer von Nina Jobst-Smith in der 9. Minute in Führung. Die Verteidigerin, eine von drei deutschen Spielerinnen, die in der nordamerikanischen Profiliga PWHL aktiv sind, nutzte eine Überzahl aus. Doch die Freude währte nur kurz.

Schweden dreht das spiel
Die Schwedinnen schlugen schnell zurück. Lina Ljungblom glich in der 12. Minute aus und erhöhte in der 28. Minute auf 2:1. Im dritten Drittel bauten Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) die Führung der Schwedinnen weiter aus. Die deutsche Defensive wirkte unsicher, und Torhüterin Sandra Abstreiter konnte nicht immer überzeugen.

Gruppe b: ein hartes los für deutschland
In der Gruppe B, die neben Schweden auch noch Japan, Frankreich und Gastgeber Italien umfasst, wird es für das DEB-Team schwer, eines der drei Viertelfinal-Tickets zu lösen. Die Konkurrenz ist stark, und die Leistung gegen Schweden hat gezeigt, dass noch viel Arbeit vor den deutschen Eishockeyerinnen liegt.

Nächste chance gegen japan
Die nächste Chance zur Rehabilitation hat Deutschland am Samstag (12:10 Uhr, live auf Eurosport und HBO Max) gegen Japan. Das erste Aufeinandertreffen Ende Januar hatte die DEB-Auswahl noch knapp mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Trainer MacLeod hofft auf eine Steigerung und den ersten Sieg im Turnier. Sein Ziel bleibt das Erreichen des Viertelfinales, obwohl er im Vorfeld auch den Traum von einer Medaille äußerte: „Für jeden, der teilnimmt, ist es der Traum, eine Medaille zu gewinnen. Wenn wir als Team gut performen, ist das möglich.“
Statistik im überblick
| Team | Tore |
|---|---|
| Schweden | 4 |
| Deutschland | 1 |
Torschüsse: 16:37 für Schweden. Das Spiel verdeutlichte die Überlegenheit der Schwedinnen, die insgesamt die bessere Leistung zeigten und die Schwächen der deutschen Mannschaft gnadenlos ausnutzten.
