Olympia-bewerbung deutschland: entscheidung im herbst – schenderlein und weikert mit schlüsselrolle
Evaluierungskommission für deutsche olympia-bewerbung konstituiert
Berlin – Die Vorbereitungen für eine mögliche deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele laufen auf Hochtouren. Unter der Leitung von DOSB-Präsident Thomas Weikert hat sich am Montag die entscheidende Evaluierungskommission zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Diese Kommission wird maßgeblich die Weichen für die zukünftige Vorgehensweise stellen und im Herbst eine Empfehlung abgeben.

Starke besetzung der kommission
Neben Weikert gehört der Kommission eine hochkarätige Besetzung an. Dazu zählen Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU), der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke, die Bundestagsabgeordnete Josephine Ortleb (SPD), Mona Küppers (Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes) und Andreas Michelmann (Präsident des Deutschen Handballbundes). Diese Experten sollen sicherstellen, dass die Bewerbung den höchsten Standards entspricht.

Aufgaben der evaluierungskommission
Die Hauptaufgabe der Kommission besteht darin, die eingereichten Konzepte der potenziellen Bewerberstädte zu prüfen und zu bewerten. Dabei wird insbesondere auf die Einhaltung der vereinbarten Kriterien und deren Nachvollziehbarkeit geachtet. Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für die Entscheidung der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB am 26. September in Baden-Baden zu schaffen. Die Empfehlung der Kommission ist zwar nicht bindend, genießt aber hohes Ansehen.
Aktueller stand der bewerberstädte
Bislang haben München, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen (Köln-Rhein-Ruhr) Interesse an der Ausrichtung der Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bekundet. München hat bereits ein erfolgreiches Referendum durchgeführt, während in Hamburg (31. Mai) und NRW (19. April) noch Bürgerbefragungen anstehen. In Berlin ist derzeit kein Referendum geplant.
Countdown zum 4. juni: finale konzeptvorlage
Bis zum 4. Juni haben die Städte und Regionen Zeit, ihre finalen Konzepte beim DOSB einzureichen. Diese werden anhand von fünf Kategorien bewertet, darunter die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die nationale Akzeptanz. Der Prozess wird von Arbeitsgruppen begleitet, an denen neben dem DOSB und den olympischen Spitzenverbänden auch Vertreter des Bundeskanzleramtes beteiligt sind.
Beisitzer unterstützen die kommission
Die Evaluierungskommission wird durch drei Beisitzer unterstützt: Kim Bui (Athletenvertreterin im IOC), Jürgen Scholz (Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg) und Idriss Gonschinska (Vorstandsvorsitzender des Deutschen Behindertensportverbands). Diese bringen wertvolle Expertise aus verschiedenen Bereichen mit ein, um eine umfassende Bewertung zu gewährleisten. Der DOSB befindet sich bereits in fortlaufenden Gesprächen mit dem IOC und gilt somit als offizieller Bewerber.
