Olympia-aus für deutsche stars: wer fehlt in mailand und cortina?
- Olympische winterspiele ohne bekannte gesichter
- Karl geiger: der aufwärtstrend kommt zu spät
- Luis vogt: im quoten-labyrinth verloren
- Nathalie armbruster: ein no-go im 21. jahrhundert
- Rodler verpassen die spiele: nur zwei startplätze im doppel
- Victoria carl: doping-sperre und ein bitteres ende
- Die situation im überblick
Olympische winterspiele ohne bekannte gesichter
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo stehen kurz bevor. Doch nicht alle deutschen Top-Athleten werden dabei sein. Verletzungen, Formschwächen und Quotenregelungen sorgen dafür, dass einige prominente Namen fehlen werden. Wir blicken auf die Athleten, die von zu Hause aus zusehen müssen.

Karl geiger: der aufwärtstrend kommt zu spät
Einer der bekanntesten Namen, der diesmal nicht am Start steht, ist Karl Geiger. Der Skispringer hatte eine schwierige Saison und konnte sich trotz einiger guter Leistungen in den letzten Wettkämpfen nicht mehr für das Team qualifizieren. Seine Formkurve zeigte erst spät nach oben, doch der Zug ist abgefahren. Die verpasste Chance ist für ihn sicherlich bitter, besonders nach seinen jüngsten Erfolgen in Willingen.

Luis vogt: im quoten-labyrinth verloren
Auch Luis Vogt muss zu Hause bleiben, obwohl er eigentlich die Norm erfüllt hatte. Nach seinem sensationellen Ergebnis auf der Streif war die Hoffnung groß, doch die Nominierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war bereits erfolgt. Aufgrund einer umstrittenen Quotenregelung fehlte Vogt auf der Liste. Der Deutsche Skiverband versuchte noch, eine Ausnahme zu erwirken, scheiterte jedoch am Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Nathalie armbruster: ein no-go im 21. jahrhundert
Für Nathalie Armbruster, die erfolgreichste deutsche Kombiniererin, gibt es bei Olympia noch keine Startmöglichkeit. Die Nordische Kombination ist weiterhin die einzige Sportart ohne Frauenwettbewerb. Das IOC begründet dies mit der geringen Anzahl an teilnehmenden Nationen. Armbruster kritisiert diese Entscheidung scharf und betont, dass der Ausschluss von Frauen im 21. Jahrhundert inakzeptabel sei. Sie sieht die Zukunft ihrer Sportart in Gefahr.

Rodler verpassen die spiele: nur zwei startplätze im doppel
Bei den Rodlern gibt es ebenfalls Enttäuschungen. Die Weltmeister Hannes Orlamünder und Paul Gubitz müssen zu Hause bleiben, da Deutschland im Doppel nur zwei Startplätze hat. Tobias Wendl/Tobias Arlt und Toni Eggert/Florian Müller erhielten den Vorzug, da sie im Saisonverlauf konstantere Leistungen zeigten. Ähnlich sieht es bei den Frauen aus: Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal, obwohl Europameisterinnen, verpassen die Spiele zugunsten von Dajana Eitberger und Magdalena Matschina.

Victoria carl: doping-sperre und ein bitteres ende
Die Langläuferin Victoria Carl wird aufgrund einer positiven Dopingprobe mit Clenbuterol nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen können. Das Mittel befand sich mutmaßlich in einem Hustensaft, der ihr von einem Bundeswehrarzt verschrieben wurde. Trotz der Bemühungen des Deutschen Skiverbands um ein mildes Urteil, steht ihre Teilnahme fest außer Frage. Die Situation ist besonders bedauerlich, da Carl zu den stärksten Langläuferinnen Deutschlands gehört.

Die situation im überblick
| Athlet/in | Sportart | Grund für das Aus |
|---|---|---|
| Karl Geiger | Skispringen | Formschwäche |
| Luis Vogt | Ski Alpin | Quotenregelung |
| Nathalie Armbruster | Nordische Kombination | Keine Frauenwettbewerbe |
| Hannes Orlamünder/Paul Gubitz | Rodeln | Begrenzte Startplätze |
| Victoria Carl | Langlauf | Doping-Sperre |
Trotz dieser absagen fiebern wir der Olympischen Winterspiele 2026 entgegen und drücken allen deutschen Athleten die Daumen, die in Mailand und Cortina an den Start gehen!
