Olympia mailand cortina: kritik an feierlichkeiten und distanz zu fans – straßer findet unterstützung
- Kritik an olympia-atmosphäre: kernen und straßer schlagen alarm
- Straßers kritik an bormio: „absolut steril“
- Auch odermatt sieht defizite: „in peking war mehr olympia-feeling“
- Kernen schlägt alarm: „fast respektlos“
- Ausfall der medaillenzeremonie: ioc steht in der kritik
- Zuspruch aus deutschland: maier unterstützt straßer
- Fazit: verbesserungspotenzial für olympia mailand cortina
Kritik an olympia-atmosphäre: kernen und straßer schlagen alarm
Die Olympischen Winterspiele in Mailand Cortina 2026 sorgen für Diskussionen, insbesondere im Zusammenhang mit der Atmosphäre und der Organisation. Nach den ersten Wettbewerben haben sich sowohl Athleten als auch Experten kritisch zu Wort gemeldet. Insbesondere die Distanz zu den Fans und die mangelnde Würde bei den Siegerehrungen stoßen auf Unverständnis. Linus Straßer hatte bereits seine Bedenken geäußert, und nun unterstützt ihn auch Ski-Legende Bruno Kernen mit scharfer Kritik.

Straßers kritik an bormio: „absolut steril“
Der Slalom-Fahrer Linus Straßer hatte nach seinem Rennen in Bormio, wo die alpinen Herrenwettbewerbe stattfanden, die Organisation kritisiert. Er bemängelte die große Distanz zu den Zuschauern: „Die Fans sitzen auf einer Tribüne, die ist auf fünf Metern Höhe, die sind gefühlt 20 Meter Luftlinie weg. Es ist absolut steril.“ Straßer wünscht sich mehr emotionale Nähe und vergleicht die Situation mit Rennen wie in Kitzbühel, wo die Nähe zu den Fans ein besonderes Erlebnis darstellt.
Auch odermatt sieht defizite: „in peking war mehr olympia-feeling“
Auch Superstar Marco Odermatt teilte Straßers Meinung. Er empfand die Atmosphäre als weniger olympisch als beispielsweise bei den Spielen in Peking. Die ungewöhnliche Austragung der alpinen Rennen in Bormio, fernab von Cortina d’Ampezzo, trug zu dieser Distanz bei. Die fehlende Präsenz der Fans und die fehlende Nähe zum Zentrum der Olympischen Spiele beeinträchtigten das Gesamterlebnis.
Kernen schlägt alarm: „fast respektlos“
Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister Bruno Kernen ging in seiner Kritik noch weiter. Er kritisierte insbesondere die Siegerehrungen, die seiner Meinung nach „fast respektlos“ gegenüber den Athleten gewesen seien. Er schrieb auf Instagram, dass er Ski-Klubs kenne, die würdevollere Siegerehrungen organisieren würden. Kernen hatte die Silbermedaillenfeier der Schweizer Langläuferinnen Nadja Kälin und Nadine Fähndrich als „Zaungast“ erlebt und war schockiert.
Ausfall der medaillenzeremonie: ioc steht in der kritik
Die abendliche Medaillenzeremonie, wie sie üblicherweise auf einer Medal Plaza stattfand, fiel bei diesen Spielen komplett aus. Der Schweizer Verband soll sich bereits beim IOC beschwert haben und fordert die Wiederherstellung der traditionellen Zeremonie für die Spiele in 2030. Der Wunsch nach einer würdigen Ehrung der Athleten wird somit auch auf politischer Ebene verfolgt.
Zuspruch aus deutschland: maier unterstützt straßer
Auch aus dem deutschen Lager erhielt Linus Straßer Unterstützung. Skicross-Olympiasiegerin Daniela Maier bezeichnete die Distanz zu den Fans als „sehr, sehr schade“. Sie teilte die Meinung, dass die fehlende Nähe zu den Zuschauern das Gesamterlebnis beeinträchtigte. Die Athleten wünschen sich eine größere emotionale Verbindung zu ihren Fans.
Fazit: verbesserungspotenzial für olympia mailand cortina
Die Kritik von Athleten und Experten zeigt, dass bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026 noch Verbesserungspotenzial besteht. Die Organisation muss darauf achten, eine Atmosphäre zu schaffen, die sowohl den Athleten als auch den Fans ein unvergessliches Erlebnis bietet. Eine größere Nähe zu den Zuschauern und würdige Siegerehrungen sind dabei essenzielle Faktoren.
