Olympia mailand cortina 2026: sonnekalb verpasst medaille, stolz triumphiert

Enttäuschung und triumph im eisschnelllauf – sonnekalb bleibt hinter den erwartungen

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Für den deutschen Eisschnelllauf-Shootingstar Finn Sonnekalb verlief das Olympia-Debüt bei den Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo nicht optimal. Der 18-jährige Erfurter, der vor den Wettkämpfen mit einer Infektion zu kämpfen hatte, belegte am Mittwoch im Rennen über 1000 Meter den zwölften Platz und verpasste somit eine Top-10-Platzierung. Gold ging an den US-Amerikaner Jordan Stolz, der eine beeindruckende Leistung zeigte.

Jordan stolz setzt neuen olympiarekord

Jordan stolz setzt neuen olympiarekord

Jordan Stolz krönte sich mit einer Zeit von 1:06,28 Minuten zum Olympiasieger und stellte dabei einen neuen Olympiarekord auf. Der amerikanische Sprintstar dominierte das Rennen von Anfang an. Die weiteren Medaillen gingen an Jenning de Boo aus den Niederlanden (1:06,78) und Ning Zhongyan aus China (1:07,34). Die Stimmung in der Mailänder Eisarena war elektrisierend.

Sonnekalbs rennen: schwieriger start, fehlende konstanz

Sonnekalbs rennen: schwieriger start, fehlende konstanz

Sonnekalb, der jüngste Teilnehmer des deutschen Teams in Mailand, konnte nicht an die Leistungen anknüpfen, die er in der Vorbereitung gezeigt hatte. Trotz einer Steigerung im Laufe des Rennens reichte es nicht, um mit der Spitze mitzuhalten. Sein Start mit 16,77 Sekunden war nicht ideal. Dennoch zeigte der junge Athlet Kampfgeist.

Weitere deutsche ergebnisse: klein und dombek knapp am erfolg vorbei

Weitere deutsche ergebnisse: klein und dombek knapp am erfolg vorbei

Auch die beiden weiteren deutschen Starter, Moritz Klein und Hendrik Dombek, verpassten die Medaillenränge. Mit einer Zeit von 1:09,19 Minuten belegten sie die Plätze 15 und 16, getrennt durch lediglich drei Tausendstelsekunden. Das Rennen war insgesamt sehr spannend und umkämpft.

Hoffnungen auf die 1500 meter: außenseiterchance für sonnekalb

Obwohl das Ergebnis auf der 1000-Meter-Distanz enttäuschend war, gibt es für Finn Sonnekalb noch Hoffnung. In seiner Paradedisziplin, dem Rennen über 1500 Meter (am 19. Februar), hat der Youngster Außenseiterchancen auf eine gute Platzierung. Die deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft setzt weiterhin auf seine Fähigkeiten.

Hinter den kulissen: unruhe im desg

Die Leistungen der deutschen Eisschnellläufer und Shorttracker spiegeln die strukturellen Probleme im DESG (Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft) wider. Laut einer Recherche der ARD wächst der Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze, insbesondere gegenüber Präsident Matthias Große, dem Lebensgefährten der ehemaligen Eisschnelllauf-Legende Claudia Pechstein. Der Verband konnte bei den letzten drei Olympischen Winterspielen keine Podestplatzierung erreichen.

Vater schädler erfüllte seine wette

Eine besondere Geschichte begleitete Finn Sonnekalbs Olympia-Debüt: Sein Vater, Gerrit Schädler, radelte über 1000 Kilometer von Erfurt nach Mailand, um das Rennen seines Sohnes live zu verfolgen. Er hatte seinem Sohn versprochen, diese Reise anzutreten, falls dieser sich für die Olympischen Spiele qualifiziert.