Olympia 2026: vater radelt 1000 km für sohn finn sonnekalb
Olympia 2026: vater radelt 1000 km für sohn finn sonnekalb
Mailand/Cortina d’Ampezzo – Eine außergewöhnliche Geste der Unterstützung: Der Vater des deutschen Eisschnellläufers Finn Sonnekalb hat die rund 1.000 Kilometer von Erfurt nach Mailand mit dem Fahrrad zurückgelegt, um seinen Sohn bei den Olympischen Winterspielen 2026 anzufeuern. Diese bemerkenswerte Reise ist ein Beweis für die tiefe Verbundenheit und den unerschütterlichen Glauben an das Talent des jungen Sportlers.
Die herausforderung angenommen
Im Jahr 2024 hatte Gerrit Schädler, der Vater von Finn Sonnekalb, seinem Sohn diese besondere Unterstützung versprochen, sollte er sich für die Olympischen Spiele qualifizieren. Nach sieben Tagen im Sattel seines Gravelbikes erreichte Schädler sein Ziel. Die anspruchsvolle Strecke führte ihn über den Brennerpass, und trotz widriger Wetterbedingungen – in Erfurt herrschte bei seiner Abfahrt eisige Kälte und Schnee – ließ sich Schädler nicht entmutigen.

„Der thüringer wald hat mehr schnee“
„Also ich glaube, der Thüringer Wald hat im Moment mehr Schnee als der Brenner“, scherzte Schädler vor seinem Start gegenüber dem „MDR“. Bei seiner Ankunft in Mailand empfing ihn dann milderes Wetter. Am Arco della Pace, dem Ort des olympischen Feuers, wurde er von einer kleinen Gruppe begrüßt, darunter auch Eisschnellläufer Patrick Beckert, ein weiterer Erfurter.

Sonnekalb: das „wunderkind“ auf dem eis
Mit seinen erst 18 Jahren gilt Finn Sonnekalb als eines der größten Talente im deutschen Eisschnelllauf. Sein erster Olympia-Wettkampf findet am Mittwoch statt, wenn er über die 1.000 Meter an den Start geht. Die Fans können das Rennen live bei Eurosport und HBO Max verfolgen. Sein Vater Gerrit Schädler konnte somit rechtzeitig anreisen und wird ihn vor Ort unterstützen.

Eine jährliche tradition
Die Radtour nach Mailand ist für Schädler nichts Neues. Er unternimmt jedes Jahr eine größere Tour und sorgte sich daher nicht um seine Kondition. Für seine Bikepacking-Reise hielt er das Gepäck minimalistisch: ein Beutel, zwei Trinkflaschen, kleine Radtaschen, wettergerechte Kleidung – und natürlich eine kleine Olympiaflagge als Zeichen der Motivation und des Stolzes.
Empfang in mailand
In Mailand wurde Gerrit Schädler herzlich von Patrick Beckert und anderen Unterstützern empfangen. Die Geste des Vaters zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung Familie und persönliche Unterstützung im Leistungssport haben. Es ist eine Geschichte, die inspiriert und die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Mailand/Cortina d’Ampezzo noch steigert.
Weitere highlights der olympia-berichterstattung
- Leerdam holt Gold mit Rekord: Die niederländische Eisschnellläuferin Irene Schouten hat eine beeindruckende Leistung gezeigt.
- Sonnekalb voller Vorfreude: Der junge Athlet blickt gespannt auf sein Olympia-Debüt.
- „Zukunft des Eisschnelllaufens“: Sonnekalb wird als eine der vielversprechendsten Nachwuchshoffnungen im Eisschnelllauf gehandelt.
