Olympia 2026: ein dezentrales spektakel in mailand und cortina d'ampezzo

Olympia 2026: ein dezentrales spektakel in mailand und cortina d'ampezzo

Mit einer beeindruckenden Eröffnungsfeier in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind die 25. Olympischen Winterspiele offiziell eröffnet worden. Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele werden die Wettbewerbe an sieben verschiedenen Orten im Norden Italiens ausgetragen, was die Spiele zu einem besonders dezentralen Ereignis macht. Die Eröffnung war ein farbenfrohes Spektakel, das die italienische Kultur und Kreativität feierte.

Eine eröffnung in vier akten

Die Eröffnungsfeier fand nicht nur im San Siro Stadion in Mailand statt, sondern gleichzeitig auch in Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno. Vor rund 67.000 Zuschauern liefen die Athleten ins San Siro ein, während an den anderen Orten ebenfalls gefeiert wurde. Dieser ungewöhnliche Ansatz spiegelt das Motto der Spiele wider: “Armonia” (Harmonie). Es ist die Rückkehr der Winterspiele in die Alpen nach einer Pause von 20 Jahren.

Italienische tradition und moderne elemente

Italienische tradition und moderne elemente

Die Show bot eine Mischung aus italienischer Tradition und modernen Elementen. Opernfiguren wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini, der Kinderbuchheld Pinocchio und sogar Paparazzi wurden in der Show integriert. Modelle präsentierten Kreationen des verstorbenen Modedesigners Giorgio Armani in den italienischen Nationalfarben. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Mariah Carey, die den italienischen Klassiker “Nel blu, dipinto di blu” (Volare) auf Italienisch sang.

Zwei olympische feuer

Zwei olympische feuer

Eine Premiere feierte Olympia 2026 mit dem Entzünden von zwei olympischen Feuern. Eines brennt am Arco della Pace (Friedensbogen) in Mailand, das andere auf der Piazza Dibona in Cortina d'Ampezzo. Cortina d'Ampezzo war bereits 1956 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und erlebt nun eine Renaissance als „Königin der Dolomiten“.

Deutsche fahnenträger und team

Deutsche fahnenträger und team

Die deutschen Fahnenträger, Katharina Schmid und Leon Draisaitl, führten die deutsche Delegation an, allerdings an unterschiedlichen Orten. Schmid übernahm ihre Rolle in Predazzo, während Draisaitl das Team im Mailänder Stadion anführte. Insgesamt nahmen 130 von 185 deutschen Athleten an der Eröffnungsfeier teil – so viele wie noch nie bei Winterspielen. Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, zeigte sich beeindruckt von der Vorfreude und dem Engagement des Teams.

Der zeitplan und die erwartungen

Der zeitplan und die erwartungen

Bis zum 22. Februar werden in 116 Disziplinen Medaillen vergeben. Die Spiele sollen eine positive Stimmung erzeugen, nachdem die vorherigen Winterspiele in Sotschi, Pyeongchang und Peking nicht alle Erwartungen erfüllen konnten. Deutschland wird durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten. Die Eröffnungsformel sprach der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella.

Die deutsche delegation im überblick

Die deutsche delegation im überblick

Anzahl AthletenPosition in der Parade
130 von 18532. von 92 Nationen