Olympia 2026: die gefährlichste abfahrt der welt erwartet die ski-elite in bormio
- Der auftakt in bormio: ein eiskalter nervenkitzel
- Expertenmeinung: neureuther warnt vor der brutalität der strecke
- Schreckliche stürze und lange auszeiten: die dunkle seite der stelvio
- Ausfälle vor olympia: von appen verpasst die spiele
- Die schlüsselstellen der pista stelvio im detail
- Die kritischsten abschnitte: carcentina und san pietro
- Olympisches feuer entzündet: vorfreude auf die spiele
Der auftakt in bormio: ein eiskalter nervenkitzel
Kaum ein Wettkampf steht so sehr für Mut, Risiko und pure Geschwindigkeit wie die Abfahrt in Bormio. Gleich zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 wartet hier eine echte Herausforderung. Auf der legendären „Pista Stelvio“ jagen die Herren am ersten Wettkampftag den Berg hinunter. Diese Disziplin hat im Wintersport einen Stellenwert, der mit dem 100-Meter-Finale bei den Sommerspielen vergleichbar ist. Es ist ein Spektakel, das die Athleten und Zuschauer gleichermaßen in seinen Bann zieht.

Expertenmeinung: neureuther warnt vor der brutalität der strecke
ARD-Experte Felix Neureuther erklärt gegenüber BILD: „Das wird ein absolutes Spektakel. Bormio ist von der sportlichen Herausforderung her in einem Atemzug mit Kitzbühel oder Wengen zu nennen.“ Die Strecke fordert den Athleten alles ab und verlangt höchste Konzentration und Präzision. Es ist ein Rennen, in dem Sekundenbruchteile über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Die Vorbereitung ist entscheidend, aber auch Glück spielt eine Rolle.

Schreckliche stürze und lange auszeiten: die dunkle seite der stelvio
Die „Stelvio“ hat in der Vergangenheit bereits ihr Opfer gefordert. Im Jahr 2024 stürzte Cyprien Sarrazin, ein zweifacher Hahnenkamm-Sieger, schwer. Er lag sechs Tage im Koma und erlitt schwere Hirnverletzungen. Bis heute kämpft der Franzose um seine Rückkehr in den Weltcup. Neureuther betont: „Wahrscheinlich ist es die brutalste Abfahrt im Weltcup-Kalender. Es ist ein kleiner Überlebenskampf.“ Dieser Vorfall mahnt zur Vorsicht und verdeutlicht die Gefährlichkeit der Strecke.

Ausfälle vor olympia: von appen verpasst die spiele
Neben den Risiken der Strecke selbst, müssen sich die Athleten auch mit Verletzungen auseinandersetzen. Henrik von Appen wird die Olympischen Spiele aufgrund eines Kreuzbandrisses verpassen, den er sich in Crans-Montana zuzog. Auch die Gold-Hoffnung Jutta Leerdam sorgte für Aufsehen, allerdings durch Kritik an ihrer Anreise mit dem Privatjet. Die Debatte um Nachhaltigkeit und den ökologischen Fußabdruck der Athleten wird auch bei Olympia eine Rolle spielen.
Die schlüsselstellen der pista stelvio im detail
Die „Stelvio“ ist berüchtigt für ihre anspruchsvollen Abschnitte. Der Start ist mit einem Gefälle von 63 Prozent extrem steil. Der erste Sprung, „La Rocca“, folgt bereits nach acht Sekunden. Anschließend geht es über die lange Traverse „Sertorelli“, die diagonal und unruhig verläuft. Neureuther erklärt: „Die Geschwindigkeiten sind extrem hoch, die Piste ist sehr unruhig.“ Beim „Fontana Lunga“ heben die Fahrer bei etwa 125 km/h ab.
Die kritischsten abschnitte: carcentina und san pietro
Besonders herausfordernd ist die Traverse „Carcentina“. Neureuther warnt: „Die Schlüsselstelle ist die Ausfahrt aus dem Steilhang vor dem San-Pietro-Sprung. Da ist ein kleines Bergauf-Stück drin, wo man enorm viel Tempo verlieren kann.“ Der Sprung „San Pietro“ ist mit bis zu 40 Metern Flugweite ein weiterer kritischer Punkt. Zum Finale wartet „La Conta“, wo die Athleten bei hohen Geschwindigkeiten über Wellen fahren. Nach rund zwei Minuten ist der anstrengende Ritt zu Ende.
Olympisches feuer entzündet: vorfreude auf die spiele
Zwei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026 wurde bereits heimlich das olympische Feuer entzündet. Die Vorfreude auf die Spiele ist groß und die Athleten bereiten sich intensiv auf die bevorstehenden Wettkämpfe vor. Die Abfahrt in Bormio wird zweifellos ein Höhepunkt der Spiele und ein Test für die Nerven der Athleten.
