Olise zieht mit 94-minuten-kracher den vorhang über madrids champions-league-traum

Michael Olise wartete bis zur allerletzten Sekunde, dann schoss er den Real Madrid die Seele aus dem Leib. Sein 4:3 im 94. Minute riss das Königliche aus der Königsklasse 2025/26 und katapultierte den FC Bayern ins Halbfinale.

Der Franzose nahm Harry Kanes Steilpass 35 Meter vor dem Tor, zog nach innen und riss zwischen Mastantuono und Mendy ein Loch, das es so nur im Märchen gibt. Mit der linken Innenseite bohrte er die Kugel in den oberen Winkel. Lunin war nur noch Statist.

Kane wollte ihn eigentlich zur flagge schicken

Kane wollte ihn eigentlich zur flagge schicken

„Ich habe fünf-, sechsmal die gleiche Aktion probiert, der Ball ging knapp vorbei“, sagte Olise, der für 53 Millionen Euro von Crystal Palace kam. „Diesmal rutschte er rein – und es war schön.“ Schön ist fast zu schwach für eine Saison, in der der 23-Jährige in 43 Pflichtspielen 18 Tore und 29 Vorlagen schreibt. Nur Kane selbst trumpft mit 56 Torbeteiligungen noch höher.

Die Szene hat eine Pointe: Kane schrie ihm eigentlich zu, er solle den Ball in die Ecke tragen, die Uhr laufen lassen. „Am Ende lief er durch, schoss – und schenkte mir die Vorlage fürs Gesamtkunstwerk“, lachte der Stürmer bei CBS Sports Golazo.

Olise trägt den MVP-Pokal davon, doch das reicht ihm nicht. Im Fitnessraum und auf dem Trainingsplatz hämmert er sich Tag für Tag ein Stück näher an die Weltspitze. „Wenn er so weitermacht, wird er zum Herzstück dieses Klubs“, prophezeit Kane.

Madrid fliegt raus, München feiert – und der Rest Europas fragt sich, wer diesen Olise noch stoppen soll.