Olaf lange rettet deutsche frauen nach fehlstart gegen kolumbien
Die deutschen Basketballerinnen haben sich nach einem katastrophalen 1:9-Schlafstart doch noch durchgebissen und Kolumbien mit 78:57 weggeschossen. Damit kassierte das Lange-Team den dritten Sieg im vierten WM-Quali-Spiel – und wahrte vor eigenem Publikum die Hoffnung auf eine makellose Heim-WM-Generalprobe.
Emma eichmeyer trifft, nyara sabally fehlt
Olaf Lange musste erneut auf Satou Sabally und Luisa Geiselsöder verzichten, schonte zudem Nyara Sabally. Die Lücke füllten Alina Hartmann mit 17 Punkten und Emily Bessoir (15). Leonie Fiebich steuerte 11 hinzu, doch die Statistik täuscht: Bis zur 8. Minute wirkte das deutsche Spiel kopflos, die Kolumbianerinnen nutzten jeden Fast-Break.
Die Wende kam aus der Zone. Lange schaltete auf 2-3-Zone um, presste Kolumbiens Ballhandler und zwang sie zu 18 Ballverlusten. Deutschland antwortete mit 14 Punkten im offenen Feld – mehr als in den drei Vorspielen zusammen. Der 42:31-Halbzeitstand war die Visitenkarte einer Mannschaft, die endlich wach wurde.

Nigeria wartet – und ein blick auf berlin
Am Dienstag (17 Uhr) folgt Nigeria, dann ist die Quali-Gruppenphase vorbei. Für Lange zählt aber vor allem der 4. September: Eröffnung der Heim-WM in Berlin. Ohne Satou Sabally wird die Turnierplanung zur Roulette-Partie. Die 23-jährige Dallas-Wing ist weiterhin in den USA unter Vertrag, ihre Ankunft ist offen.
Die gute Nachricht: Die Breite stimmt. Hartmann und Bessoir bewiesen, dass sie Last übernehmen können. Die schlechte: Gegen Frankreich (63:85) lief die Defense auseinander wie ein Puzzle. Gegen Kolumbien reichte ein Handtuchwechsel, gegen die US-Topteams reicht das nicht.
Die deutsche Mannschaft fliegt mit zwei Siegen und einer Niederlage aus Lyon – und mit dem Wissen, dass die echte Prüfung erst in Berlin fällt. Dort will Lange nicht nur Spiele gewinnen, sondern das Land hinter sich vereinen. Die 78 Punkte gegen Kolumbien sind ein erster Schritt, mehr nicht.
