Oklahoma city thunder lehnt trump-empfang ab: hartenstein und co. bleiben weg
Die NBA-Champions von Oklahoma City haben abgesagt. Kein Foto mit Donald Trump, keine Handtuchschwenker im Oval Office – das Team um Isaiah Hartenstein sagt die Weißhaus-Ehrung für dieses Wochenende kurzfristig ab.
Der Grund: „Timing-Probleme“. So lapidar klingt die offizielle Erklärung, so brisant ist der Hintergrund. Denn seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus sind solche Absagen politisch geladen wie selten zuvor.

Terminkonflikt oder politisches statement?
Am Samstag spielt OKC in Washington gegen die Wizards – geografisch perfekt für einen Kurzstopp bei Präsident Trump. Das Weiße Haus bestätigt, dass Gespräche stattfanden. Doch statt Einladung folgt Absage. „Wir schätzen die Kommunikation“, heißt es im Statement, „aber es passt eben nicht.“
Klingt höflich, wirkt kalt. Denn die Serie der Ablehnungen wird länger. Erst vor Wochen lehnten die US-Eishockey-Frauen nach Olympia-Gold den Besuch ab – ebenfalls „terminlich bedingt“. Trump hatte sich in einem Telefonat mit der Männer-Equipe darüber lustig gemacht, dass er die Damen ja auch einladen müsse, „sonst werde ich wohl des Amts enthoben“. Die Pointe: Genau das geschah nun – nur andersrum.
Die Boston Celtics nahmen die Einladung noch Anfang Herbst an, doch damals residierte Joe Biden im Weißen Haus. Seit Januar ist Trump zurück – und mit ihm die Frage: Kommt man, wenn man eingeladen wird, oder erspart man sich den Auftritt?
Für Hartenstein ist die Absage ein weiteres Kapitel in einer Saison voller Nebenkriegsschauplätze. Der deutsche Center weilt erstmals als Champion in der NBA, doch statt sich mit der politischen Elite ablichten zu lassen, konzentriert sich das Team auf das nächste Auswärtsspiel. Die Botschaft: Wir sind hier, um Basketball zu spielen – nicht, um parteipolitisch zu posieren.
Die Entscheidung dürfte nicht die letzte bleiben. Solange Trump das Weiße Haus bewohnt, bleibt jede Absage ein Stück weit Symbolpolitik. Und Oklahoma City liefert das nächste Exempel: Auch Sieger wählen ihren Moment – oder eben auch nicht.
