Odermatt kassiert zum fünften mal in serie das meiste preisgeld
Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin haben die Saison 2025/26 dort beendet, wo sie begonnen haben: ganz oben. Der Nidwaldner sicherte sich mit 741'254 Franken zum fünften Mal hintereinander die Krone im Preisgeld-Ranking der Männer. Eine Dominanz, die langsam aufhört, überraschend zu sein – und genau deshalb umso beeindruckender bleibt.
Fünf mal in serie: odermatt ist eine eigene kategorie
Neun Weltcup-Siege, fünf weitere Podestplätze, drei Olympiamedaillen und der fünfte Gesamtweltcupsieg in Folge. Die Zahlen lesen sich wie eine Zusammenfassung einer ganzen Karriere – dabei beschreiben sie nur eine einzige Saison. Odermatt ist mit 28 Jahren längst keine Sensation mehr. Er ist der Standard.
Zum Vergleich: In seiner Rekordsaison 2022/23 hatte er 941'200 Franken eingefahren. Diesen Wert erreichte er diesmal nicht. Aber wer das als Schwäche liest, hat die Relation verloren. Der Zweite in der Männerwertung, Lucas Pinheiro Braathen, holte 359'264 Franken – weniger als die Hälfte von Oderrmatts Ausbeute.
Das Saisonende verlief trotzdem nicht reibungslos. Ein Sturz im Riesenslalom beim Weltcupfinal und der verlorene Riesenslalom-Kristall hinterließen einen kleinen Kratzer im ansonsten makellosen Bild. Odermatt selbst wird das wissen. Solche Details vergisst er nicht.

Meillard und von allmen: die schweiz hat mehr als einen trumpf
Loïc Meillard belegte mit 317'325 Franken den dritten Rang in der Männerwertung, knapp hinter Braathen. Der 24-jährige Franjo von Allmen schaffte es ebenfalls unter die Top Ten der Männer – geschlechterübergreifend verpasste er diese Marke allerdings knapp. Die Schweizer Skination hat in dieser Saison deutlich gemacht, dass Odermatt kein Einzelphänomen ist, sondern der Kopf einer echten Mannschaft.

Shiffrin zurück auf dem thron – und wie
Bei den Frauen war die Geschichte ähnlich eindeutig. Mikaela Shiffrin holte sich nach einer schwierigen Saison 2024/25 die Krone zurück. 615'167 Franken, neun Slalomsiege, Olympiagold, Gesamtweltcupsieg. Die 31-jährige Amerikanerin hat nicht einfach gewonnen – sie hat gezeigt, was es bedeutet, zurückzukommen.
Auf Platz zwei folgt Emma Aicher mit 387'266 Franken. Ein respektabler Wert – und dennoch ein Abstand, der verdeutlicht, wie weit Shiffrin vor dem Rest des Feldes liegt. Geschlechterübergreifend reicht es für Aicher immerhin für Platz drei im Gesamtranking.

Camille rast: die beste schweizerin dieser saison
Die bestverdienende Schweizerin ist nicht Corinne Suter, nicht eine der erfahrenen Kräfte des Verbands – es ist Camille Rast. Mit 320'101 Franken erlebte sie ihre bisher stärkste Saison und ließ dabei sogar etablierte Teamkolleginnen hinter sich. In der Schweizer Gesamtwertung steht sie auf Platz zwei – noch vor Meillard und von Allmen.
Das ist keine Randnotiz. Das ist ein Signal für die Zukunft des Schweizer Ski-Alpin-Sports. Und Rast selbst hat in dieser Saison bewiesen, dass sie bereit ist, dieses Signal laut zu senden.
