Odegaard & hakimi: ein wiedersehen in budapest nach 10 jahren!
Budapest bebt! Martin Odegaard und Achraf Hakimi, zwei ehemalige Juwelen des Real Madrid Castilla, treffen in der Champions-League-Finalpartie aufeinander – eine überraschende Wendung, die eine gemeinsame, fast vergessene Zeit in der Jugendabteilung des spanischen Rekordmeisters wieder ins Rampenlicht rückt.
Eine ära im weißen trikot: die gemeinsame zeit im castilla
Es ist eine Geschichte, die sich wie ein Märchen entfaltet: Vor zehn Jahren, in der Saison 2016/17, teilten Martin Odegaard, damals ein aufstrebender Stern vom Strømsgodset, und Achraf Hakimi, der marokkanische Flügelflitzer, das Spielfeld im Real Madrid Castilla. Unter der Leitung von Santiago Solari trugen sie das weiße Trikot und kämpften gemeinsam in der Segunda B um den Aufstieg. Neun Partien absolvierte das Duo, holte dabei vier Siege, vier Unentschieden und kassierte eine einzige Niederlage – eine vielversprechende Bilanz, die jedoch durch die mangelnde Erfahrung der jungen Mannschaft jene Playoff-Plätze verpasste.
Besonders in Erinnerung geblieben ist das Spiel gegen Socuéllamos, in dem Odegaard durch einen präzisen Abschluss nach einer Vorlage von Hakimi den entscheidenden Treffer zum 3:0 erzielte. Ein Moment, der die Synergie zwischen den beiden Talenten verdeutlichte und einen Vorgeschmack auf ihre spätere Karriere gab.
Luismi Quezada, ein ehemaliger Mitspieler im Castilla, blickt zurück: „Es war eine wunderschöne Zeit. Wir hatten ein starkes Team mit Odegaard, Hakimi und auch Valverde. Wir wollten in die Playoffs, aber unsere Jugend hat uns ausgebremst.“ Er betont, dass Odegaard und Hakimi bereits damals herausragten, obwohl die meisten Spieler im Team zwei oder drei Jahre älter waren.

Hakimi: der shootingstar, odegaard: der stille virtuose
Quezada schwärmt von Hakimis Anlagen: „Ich kenne Achraf schon seit klein auf. Er war immer lustig und hat Witze gemacht. Er spielte anfangs als Stürmer, bevor man ihn zum Rechtsverteidiger umfunktionierte – eine Entscheidung, die sich als genial erwiesen hat. Er hatte eine unglaubliche Geschwindigkeit.“ Er äußert den Wunsch, Hakimi eines Tages wieder im weißen Trikot des Real Madrid zu sehen: „Er ist ein Eigengewächs und würde eine verdiente Belohnung für seine Karriere erhalten.“
Odegaard hingegen kam mit einem hohen Preis nach Madrid – 2,8 Millionen Euro zahlten die Königlichen für den norwegischen Nachwuchsspieler. Quezada erinnert sich an die Trainings: „Wir haben nur wenige Monate zusammengearbeitet, aber im Training war er brutal. Einer der Besten, die ich je gesehen habe.“ Er räumt ein, dass der Druck und die Erwartungen in Spanien, gepaart mit der ungewohnten Sprache und dem Spielstil, Odegaard anfänglich Schwierigkeiten bereiteten. „Aber wenn er den Ball hatte, konnte er ein Spiel allein entscheiden.“

Ein unerwartetes wiedersehen auf höchstem niveau
„Es ist kaum zu glauben, dass diese beiden Jungs jetzt in einem Champions-League-Finale stehen“, staunt Quezada. Er wünscht sich, dass der Arsenal siegreich ist, da sie sich den Finaleinzug so hart erarbeitet haben. „Achraf hat bereits die Champions League gewonnen, also wäre es schön, wenn Odegaard die Liga und die Champions League in derselben Saison gewinnen würde.“
Seitdem haben sich die Wege der beiden getrennt, ohne dass sie sich auf dem Platz erneut begegneten – bis jetzt. In Budapest wird sich die Geschichte schreiben, und die Welt des Fußballs wird gespannt zusehen, wie zwei ehemalige Teamkollegen um den größten Titel Europas kämpfen. Ein Duell, das mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine Hommage an eine gemeinsame Jugend und ein Beweis für die außergewöhnliche Entwicklung zweier talentierter Fußballer.
