Nusa zieht leipzig in die spur – seine zahlen flüstern, nicht brüllen

Antonio Nusa trägt Leipzig. Still, aber mit Tempo. Der Norweger ist inzwischen zur festen Größe auf dem linken Flügel geworden – und das, obwohl er erst seit August 2024 da ist.

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Die Ablöse war stolz, doch die Bilanz spricht ein gedämpftes Deutsch: 62 Pflichtspiele, acht Tore, elf Vorlagen. In diesem Kalenderjahr steht der 20-Jährige bei 26 Einsätzen, drei Treffern und vier Assists. Keine Bombe, aber ein konstanter Brennstoff für Marco Rose’ 4-3-3.

Die Verletzungen – Ellenbogenbruch, später ein Sprunggelenk – haben ihn gebremst, nicht gebrochen. „Ich fühle mich gut“, sagt Nusa knapp nach der Trainingseinheit, während er mit ein paar Kollegen noch ein paar Extra-Schüsse zimmert. Genau diese Extraschichten sollen den nächsten Treffer bringen, vielleicht schon am Sonntag in Stuttgart.

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Sein letzter Auftritt in der Arena endete mit einem 1:2, er kam in der 66. Minute, konnte nichts mehr retten. „Der VfB ist ein Top-Team“, sagt er, ohne Pathos. Die Tabelle bestätigt’s: Stuttgart liegt punktgleich vor Leipzig, nur das Torverhältnis entscheidet aktuell über Rang vier und damit die Champions-League-Tickets.

Rose braucht Nusas Dribblings, braucht seine Ballsicherheit unter Druck. Die Statistik zeigt: Wenn Nusa in der Startelf steht, steigt die Trefferchance pro Spiel um 0,24 xG – kein Leipziger Flügelspieler liegt höher. Die Zahl flüstert, sie brüllt nicht – genau wie er.

Parallel arbeiten Xaver Schlager und Assan Ouedraogo wieder auf dem Platz. Schlager (Adduktoren) könnte schon bald in den Kader zurückkehren, Ouedraogo (Kniekehle) braucht noch Zeit. Ihre Rückkehr würde Rose erlauben, Nusa gezielt zu schonen, wenn die Englischen Wochen kommen.

Der Saisonendspurt beginnt jetzt. Nusa wird nicht trommeln. Er wird dribbeln, flanken, vielleicht treffen. Und wenn er das vierte Pflichtspiel-Tor dieser Spielzeit erzielt, wird er wieder kaum ein Wort verschwenden – aber Leipzig ein Stück weiter nach vorn bringen.