Núñez kehrt zurück nach elche – ein bittersüßes wiedersehen?
Ein brisantes Duell steht an: Álvaro Núñez trifft am Sonntag auf Elche, seinen ehemaligen Arbeitgeber. Der Wechsel zum Celta Vigo vor knapp vier Monaten scheint sich für den Andalusier bisher nicht wie erhofft zu entwickeln, während seine Zeit in Elche von Stammplatzgarantie und großem Ansehen geprägt war.

Die kurze, intensive zeit in elche
Bis zu seinem Abgang im vergangenen Winter war Núñez ein Leistungsträger beim Elche. In 19 Spielen der Hinrunde stand er unumstritten in der Startelf und sammelte dabei 1652 Einsatzminuten, in denen er zudem zwei Vorlagen beisteuerte. Ein wichtiger Baustein für das Team, dem er mit seiner Dynamik und Übersicht im Mittelfeld Stabilität verlieh. Die Fans schätzten ihn für sein Engagement und seine Leidenschaft.
Doch dann kam die überraschende Einigung mit Celta Vigo. Ein langfristiger Vertrag bis 2030, der von der Vereinsführung als eine Verstärkung für die Zukunft angesehen wurde – insbesondere angesichts der wahrscheinlichen Abgabe von Óscar Mingueza, der in ähnlichen Positionen agiert. Allerdings kam der Wechsel zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Núñez war aufgrund einer Pubitis-Verletzung angeschlagen und brauchte Zeit, um sich zu integrieren.
Die bittere Realität in Vigo: Im Gegensatz zu seiner Zeit in Elche kommt es in Vigo kaum zu Einsätzen. In drei Spielen stand er in der Anfangsformation, einmal wurde er von der Bank geholt. Insgesamt steht seine Bilanz bei lediglich 187 Minuten auf dem Platz. Ein Debüt in der Europa League blieb ihm bisher verwehrt. Die Erwartungen, die mit seinem Wechsel verbunden waren, wurden bisher nicht erfüllt. Die lange Vertragslaufzeit wirkt angesichts seiner aktuellen Situation fast schon ironisch.
Die Entscheidung für den vorzeitigen Wechsel, trotz anstehender Vertragsverlängerung beim Elche, rührte von der Überzeugung der Celta-Verantwortlichen, in Núñez einen Schlüsselspieler für die kommende Saison zu sehen. Eine Wette, die bisher nicht aufgegangen ist. Das Spiel gegen Elche wird für ihn zweifellos eine emotionale Zerreißprobe werden. Er wird zeigen müssen, dass er trotz der schwierigen Umstände in Vigo noch nicht seine beste Form erreicht hat und dass er bereit ist, um seinen Platz zu kämpfen. Die Zeichen stehen jedoch nicht gut, und ein Abgang im kommenden Sommer scheint zumindest im Raum zu stehen.
