Notarzt rast mikel landa von der piste – aus bei der baskenland-rundfahrt
Mikel Landa ist mit 70 km/h in eine Rettungswagen-Mauer gerastet. Der Spanische Giro-Held überstand den Crash, seine Rundfahrt ist trotzdem vorbei – und sein Team tobt.

Teamchef jürgen foré: „wir haben keine entschuldigung bekommen“
Abfahrt. Kurven. Tempo. Auf dem letzten Anstieg der zweiten Etappe jagt Landa die 70er-Marke, als der weiße Peugeot des Rennarztes quer steht. Aufschluss, Metall, ein dumpfer Knall. Sekundenbruchteile später liegt der 36-Jährige am Straßenrand, sein Bike ein Schrotthaufen. Er beendet die Etappe als 67., blutend, mit zittrigen Knien. Die Diagnose: keine Knochenbrüche, aber ein Körper, der streikt.
Seine Mannschaft zieht Konsequenzen. Vor dem Start der dritten Etappe verkündet Soudal Quick-Step: Landa fliegt raus, damit sich „jede Prellung schließen kann“. Der Fahrer des Notarztwagens erhält eine Gelbe Karte und eine Busse von 500 Franken – lächerlich, findet Jürgen Foré. „Wir investieren Millionen in Sicherheit, und dann rammen uns die eigenen Ärzte“, giftet der Belgier gegenüber Het Nieuwsblad. Der Wagen ist inzwischen von der Strecke verbannt, doch ein Schuldeingeständnis? Fehlanzeige.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein chronisches Problem: zu viele Autos, zu wenig Platz. Landa selbst schweigt, sein Blick sagt genug. Dreimal hat er Giro-Etappen gewonnen, jetzt sitzt er im Teambus und schaut zu, wie Florian Lipowitz auf Rang drei klettert. Die baskenland-rundfahrt 2025 verliert ihren Kapitän – und gewinnt einen Skandal.
