Nordische kombination vor dem aus? dosb kämpft für olympia-verbleib
- Olympische zukunft der nordischen kombination auf dem spiel
- Weikerts appell: vielfalt und faszination bewahren
- Letzte chance im teamsprint in mailand-cortina 2026
- Unterstützung aus dem bundeskanzleramt
- Fis setzt sich für die nordische kombination ein
- Negative folgen für skispringen und langlauf befürchtet
- Zusammenfassung der aktuellen situation
Olympische zukunft der nordischen kombination auf dem spiel
Die Nordische Kombination steht vor einer entscheidenden Weiche. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Mai entscheiden, ob die Disziplin auch 2030 im olympischen Programm verbleibt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kämpft vehement für den Erhalt, betont aber gleichzeitig die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung, insbesondere durch die Integration von Frauenwettbewerben.

Weikerts appell: vielfalt und faszination bewahren
DOSB-Präsident Thomas Weikert unterstrich, dass die Nordische Kombination "in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports" verkörpere. Der DOSB werde sich "an allen erdenklichen Stellen" für den Erhalt einsetzen. Die aktuelle Situation, in der Frauen noch nicht an Olympischen Spielen teilnehmen, sei untragbar. "Gleichstellung ist ein zentrales olympisches Prinzip," so Weikert.

Letzte chance im teamsprint in mailand-cortina 2026
Der Teamsprint am Donnerstag (live bei Eurosport und HBO Max) könnte für die Kombinierer der letzte olympische Wettkampf für lange Zeit sein. Die Entscheidung des IOC wird weitreichende Konsequenzen haben. Entweder werden die Frauen in das Programm aufgenommen, oder die Sportart, die seit 1924 ununterbrochen Teil der Winterspiele ist, wird gestrichen.

Unterstützung aus dem bundeskanzleramt
Auch aus der Politik kommt Unterstützung für den DOSB. Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) bekräftigte die Unterstützung der Bundesregierung: "Die Bundesregierung und ich als Sportstaatsministerin unterstützen die Bemühungen des DOSB, die Nordische Kombination im olympischen Programm zu erhalten." Sie betonte, dass die Lösung nicht in der Streichung der Sportart liege, sondern in der Integration der Frauen.
Fis setzt sich für die nordische kombination ein
Der Internationale Skiverband (FIS) setzt sich ebenfalls beim IOC für den Erhalt der Nordischen Kombination ein. FIS-Präsident Johan Eliasch zeigte sich nach einem Gespräch mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zuversichtlich. Coventry hatte sich von der Sportart beeindrucken lassen und großes Interesse gezeigt. Eliasch betonte, dass die Integration der Frauen eine absolute Priorität sei: "Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist undenkbar."
Negative folgen für skispringen und langlauf befürchtet
Ein Ausschluss der Nordischen Kombination hätte auch negative Auswirkungen auf die Disziplinen Skispringen und Langlauf, da die Kombination eng mit diesen Sportarten verbunden ist. Die Athleten Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek sehen ihre olympische Zukunft ebenfalls gefährdet. Die Entscheidung des IOC wird somit weitreichende Konsequenzen für den gesamten Wintersport haben.
Zusammenfassung der aktuellen situation
- IOC entscheidet im Mai über den Verbleib der Nordischen Kombination.
- DOSB und FIS setzen sich für den Erhalt ein.
- Integration der Frauen ist entscheidend.
- Unterstützung aus der Politik.
