Nordderby-nachspiel: hsv droht teure quittung nach eskalation!
Die Stimmung beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV war alles andere als friedlich. Nachdem Werder mit 3:1 die Oberhand behielt, eskalierten sich die Ereignisse im Gästeblock der Hamburger Anhänger. Leuchtraketen flogen in Richtung des Spielfelds und der Werder-Fans, eine Toilettenanlage wurde in Brand gesetzt. Jetzt könnte der HSV für diese Zerstörung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken zur Kasse gebeten werden.

Bremer cdu fordert schadensersatz
Die Bremer CDU schließt sich der Forderung an, den HSV für die entstandenen Schäden haftbar zu machen. Nach den unschönen Vorfällen im Weser-Stadion wird nun geprüft, inwiefern der Hamburger Verein für die durch Pyrotechnik und Vandalismus verursachten Kosten aufkommen muss. Die Forderung kommt auf einer Welle der Entrüstung, nachdem Bilder von den Ausschreitungen im Netz kursieren.
Tarek Brauer, Geschäftsführer von Werder Bremen, zeigte sich wenig überrascht von den Ereignissen. Er betonte zwar, dass das Sicherheitskonzept im Großen und Ganzen funktionierte, räumte aber ein, dass es immer Möglichkeiten gibt, Pyrotechnik ins Stadion zu schmuggeln. „Wo Verhalten bewusst darauf abzielt, andere zu gefährden oder Schäden zu verursachen, hat das mit der Unterstützung einer Mannschaft nichts mehr zu tun“, so Brauer gegenüber buten un binnen.
Die Polizei musste im Verlauf des Spiels einschreiten, um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern. Die genauen Schadenssummen stehen noch nicht fest, dürften aber beträchtlich sein. Die Aufarbeitung der Vorfälle läuft auf Hochtouren, wobei auch die Behörden involviert sind. Der HSV muss sich nun darauf einstellen, dass die Konsequenzen der Geschehnisse noch lange nachwirken könnten. Es bleibt abzuwarten, ob die Forderung nach Schadensersatz tatsächlich durchgesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft der Rivalität zwischen Bremen und Hamburg haben wird.
Doch es geht um mehr als nur um Geld. Es geht um die Integrität des Fußballs und die Sicherheit aller Beteiligten. Die Vorfälle im Weser-Stadion sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die sogenannten „Fanszene“ immer noch ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Es bedarf dringend einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Behörden und Polizei, um solche Ereignisse in Zukunft zu verhindern. Die Vereine müssen noch stärker auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften achten und die Verantwortlichen für ihr Handeln zur Rechenschaft ziehen. Denn Fußball soll ein Fest für alle sein, keine Gefahr.
