Noppert schmeißt 9-darter und vernichtet van den bergh in minehead
Danny Noppert hat sich im Flash-Modus in die Geschichtsbücher der UK Open gespielt. Der Niederländer beendete sein Achtelfinale gegen Dimitri Van den Bergh mit einem perfekten Leg, dem 16. 9-Darter in der Geschichte des Turniers. 10:4 – die Zahl klingt nach Routine, war aber ein Sahnestück.

Der weg zur 12-treffer-perle
Zwei 180er eröffneten den Tanz, dann T20, T19, D12 – klassisch, knallhart, unantastbar. Sekundenlang stand Noppert mit weit ausgebreiteten Armen vor der Scheibe, während die Minehead-Halle tobte. Selbst Van den Bergh klatschte, obwohl ihn das Match kostete. Die Konsequenz ist bitter für den Belgier: Er fällt im Live-Ranking auf Platz 37 und verliert wertvolles Preisgeld, das er vor zwei Jahren als Sieger kassiert hatte.
Die UK Open sind bekannt für ihre Ziehungslotterie – keine Setzliste, keine Schonung. Deshalb trafen die beiden Top-30-Profis schon in Runde vier aufeinander. Noppert zog als Sieger davon, sein Gegner am Samstagmittag steht noch nicht fest. Die offene Auslosung nach jeder Runde kann den nächsten Großnamen oder den nästen Underdog bringen, das macht die Spannung aus.
Das Kunststück des 31-jährigen Friesen kommt nach vier Jahren Durststrecke – zuletzt hatte 2022 Michael Smith einen 9-Darter in diesem Turnier gewagt. Noppert selbst blieb danach sachlich: „Ich wusste, dass es 501 sind, aber ich wusste auch, dass ich gewinnen muss.“ Der Sieg bringt ihn nicht nur in die nächste Runde, sondern auch in die Köpfe der Konkurrenz. Wer einen 9-Darter zum Matchgewinn schmeißt, verspricht der Titelaspirant Nummer eins zu sein.
Für Van den Bergh bleibt die Erkenntnis: Sport ist gnadenlos. Applaus hin oder her – die Punkte und das Preisgeld wandern auf Noppert-Konto. Und Minehead? Die Halle hat ihr nächstes Kapitel Darts-Geschichte geschrieben, mit einem Niederländer, der die 12 perfekten Pfeile einstudiert hatte und sie jetzt in die Bretter bohrte.
