Nfl trauert um josh mauro: ex-defensive end stirbt mit 35
35 Jahre, drei Kinder, 80 NFL-Spiele – und nun ein letzter Facebook-Post seines Vaters. Josh Mauro ist tot. Die Nachricht traf die Liga wie ein Blindside-Hit am Sonntagmorgen, obwohl der ehemalige Defensive End bereits am 23. April seinen letzten Atemzug getan hat.
Die cardinals reagieren mit zerbrochenem herzen
„Es bricht uns das Herz“, heißt es im Statement der Arizona Cardinals, jenes Teams, das Mauro 2014 nach Stanford draftete und mit dem er sich zweimal binden ließ. Die Wüstenfranchise erinnert sich an einen „Krieger im Trench“, der in 40 seiner 80 Karriere-Starts Quarterback-Druck erzeugte, doch außerhalb des Gitters als stiller Familienmensch galt. Die Todesursache hüllen Anwalt und Klub in Schweigen – ein Vakuum, das in sozialen Netzwerken binnen Minuten mit Spekulationen gefüllt wurde.
Sein Vater Greg Mauro ließ keinen Raum für Halbwahrheiten. „Mit vielen Tränen und gebrochenem Herzen, aber fest verankert in der unerschütterlichen Gewissheit, dass unser geliebter Josh nun geheilt und neu geschaffen ist – in der Gegenwart des Herrn“, schrieb er auf Facebook. Die Formulierung klingt wie ein letzter Down, bei dem die Uhr auf Null läuft: „Am 23. April machte Josh seinen letzten Atemzug auf dieser Erde und seinen ersten im Himmel.“

Von new york bis jacksonville: seine reise durch die nfl
Nach drei Jahren in Glendale schnappten die New York Giants 2018 zu – Mauro wechselte in die Großstadt, wo er 13 Spiele bestritt und 24 Tackles sammelte. Die Oakland Raiders folgten 2019, ein Jahr später die Jacksonville Jaguars. Doch die Statistik, die sein bestes Jahr markiert, bleibt 2016: 15 Spiele, 13 Starts, 32 Tackles – und ein Zweijahresvertrag, der ihm kurz vor dem Lockdown 2020 ein letztes Mal Sicherheit gab.
Zurück in Arizona arbeitete sich Mauro durch die Depth Chart, verlor aber 2021 den letzten Platz. Seine Karriere endete leise, ohne Pressekonferenz, ohne Farewell-Tweet. Freunde berichten, er habe sich auf ein Leben nach Football vorbereitet – ein Coaching-Zertifikat lag bereit, ein Traum von einer Ranch in Texas schwebte durch die Gespräche.

Die nfl-community reagiert geschockt
Ex-Teamkollege Calais Campbell postete ein Foto aus dem Kraftraum: „Bruder, du hast mich gelehrt, was Hingabe bedeutet.“ Auch Tyrann Mathieu brach sein Social-Media-Stil: „35 sind kein Alter, Mann.“ Die Kommentarsektionen füllen sich mit roten Herzen und Nummer-97-Emojis – Mauros Jersey-Nummer bei den Cardinals.
Die Liga selbst wird voraussichtlich in Woche 1 eine Schweigeminute einlegen. Doch das reicht kaum, um die Leere zu füllen, die ein 150-Kilo-Mann hinterlässt, der sich auf dem Feld durch Double-Teams fraß und nebenher drei Kinder zu Hause badete. Die NFL schickt einen Krankenwagen, wenn ein Spieler stolpert. Bei Ex-Spielern sieht das Protokoll anders aus – da reicht ein Facebook-Post, um eine Karriere auf 611 Wörter zu reduzieren.
Josh Mauro wurde 35 Jahre alt. Seine besten Säisons kommen jetzt nicht mehr auf dem Feld, sondern in den Erinnerungen jener, die ihn kannten. Die Statistiken werden verblassen, doch der Satz seines Vaters bleibt: „Er ist geheilt.“ In einer Liga, in der jeder Hit ein Risiko ist, klingt das wie der einzige Sieg, der zählt.
