Neuer kehrt zurück: kimmich verkündet neue hierarchie im dfb-team
Ein Raunen ging durch die deutschen Fußballfans, als die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA feststand: Manuel Neuer, der 40-jährige Torwart-Titan, gehört zum Aufgebot. Doch die Freude über die Rückkehr des Routiniers wird von einer überraschenden Enthüllung überschattet: Joshua Kimmich, der Kapitän, wird Neuer nun führen – eine Umkehrung der gewohnten Verhältnisse, die für Gesprächsstoff sorgt.

Die elfjährige freundschaft steht auf dem prüfstand
Die Chemie zwischen Neuer und Kimmich ist legendär. 394 gemeinsame Einsätze im Trikot der Bayern sprechen für sich – nur Thomas Müller kann mit dieser Zahl mithalten. Kimmichs Freude über Neuers WM-Teilnahme ist daher ungetrübt: „Das freut mich extrem! Wir spielen schon seit elf Jahren zusammen. Jeder weiß, wen wir da hinten drin haben.“ Doch jetzt gilt es, eine neue Dynamik zu finden, eine neue Ordnung zu etablieren.
Die beiden Nationalspieler haben auf dem Platz schon so viel gemeinsam erlebt, doch die bevorstehende Weltmeisterschaft bringt eine Premiere: Kimmich wird zum ersten Mal in seiner Karriere als Kapitän über Neuer verfügen. Bei den Bayern ist es traditionell umgekehrt: Neuer trägt die Kapitänsbinde, Kimmich steht ihm zur Seite. Ein amüsiertes Grinsen huscht über Kimmichs Gesicht, als er diese Neuigkeit kommentiert: „Jetzt muss er sich am Riemen reißen. Ich habe da noch gar nicht drüber nachgedacht.“
Die neue Hierarchie ist also klar: Kimmich übernimmt die Führungsrolle, und Neuer muss sich anpassen. Ein Umstand, der nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen für neue Herausforderungen sorgen wird. Ob Neuer dieser veränderten Ordnung kritiklos zustimmen wird, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich diese ungewöhnliche Konstellation auf das Zusammenspiel der beiden Leistungsträger und die gesamte Mannschaft auswirkt.
Die Frage, die nun im Raum steht, ist nicht, ob Neuer sich dem neuen System beugen wird, sondern wie er es nutzen kann, um seine Leistung und die des Teams zu optimieren. Denn eines ist gewiss: Mit seiner Erfahrung und seinem Können wird Neuer auch weiterhin eine zentrale Rolle im deutschen Nationalteam spielen – auch wenn er nun Anweisungen von seinem jüngeren Kollegen entgegennehmen muss. Die Weltmeisterschaft wird so zu einem Test für Neuer, aber auch für Kimmich, der nun die Verantwortung für ein ganzes Team tragen muss.
