French open 2026: hitze droht den spielbetrieb zu unterbrechen!
Paris kocht – und nicht nur, weil gerade die french open steigen! Die Temperaturen auf dem Court sind schlichtweg unerträglich, und die Veranstalter müssen nun Alarmbereitschaft signalisieren. Könnte das Turnier tatsächlich wegen der Hitze unterbrochen werden?

Die messwerte: wenn die thermometer explodieren
Der französische Tennisverband (FFT) hat klare Richtlinien aufgestellt: Sobald die sogenannte Feuchtkugel-Temperatur (WBGT) auf den Anlagen Bois de Boulogne 32,2 Grad Celsius erreicht, wird der Spielbetrieb unterbrochen. Diese Messung berücksichtigt nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit und die Sonneneinstrahlung – also die Faktoren, die den Körper am stärksten belasten. Und das gilt für Philippe-Chatrier und Suzanne-Lenglen, trotz der Dächer über den Plätzen. Die WBGT-Werte werden auf dem Court Philippe-Chatrier und Platz 14 erfasst.
Aber es wird noch heißer: Bei einem WBGT-Wert von bereits 30,1 Grad Celsius vor Spielbeginn erhalten die Spielerinnen und Spieler das Recht auf eine zehnminütige Pause – vor einem möglichen dritten Satz bei den Damen und einem vierten Satz bei den Herren. Ein Zeichen dafür, dass die Organisatoren die Belastungsgrenzen der Athleten ernst nehmen.
Die WTA führte bereits 1992 Hitzeregeln ein, und die ATP übernahm Anfang dieses Jahres die aktualisierte Version. Obwohl die Australian Open in Melbourne bekannter für Hitzeprobleme sind, ist es auch in Paris dieses Jahr eine Zerreißprobe. Die Prognosen deuten auf weitere heiße Tage hin – ein Szenario, das die Verantwortlichen zu schnellem Handeln zwingt.
Die Spieler leiden unter der Hitze. Müllers Aufgabe gegen Tsitsipas, unter Tränen, ist ein deutliches Zeichen dafür. Kouamé hingegen begeisterte das Publikum mit seinem kämpferischen Auftreten – auch wenn die Hitze ihm sicherlich keine Freude bereitete. Gauff hingegen scheint die Hitze kaum zu beeindrucken: „Das ist nichts, ich komme aus Florida!“
Die Organisatoren richten sich nach den Vorgaben der WTA- und ATP-Tour, um die Gesundheit der Spieler zu schützen. Die Entscheidung, wann der Spielbetrieb unterbrochen wird, liegt letztendlich bei den Schiedsrichtern vor Ort, die die WBGT-Werte und die körperliche Verfassung der Athleten berücksichtigen müssen.
Die French Open stehen somit vor einer ungewissen Zukunft, geprägt von extremer Hitze und der Notwendigkeit, die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler zu schützen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Veranstalter die Balance zwischen Sport und Sicherheit finden können. Und eines ist klar: Die Spieler werden alles geben, um sich trotz der unerträglichen Bedingungen durchzusetzen. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes, wenn auch anstrengendes Turnier freuen.
